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Ein Projektleiter für alle Gemeinden

Vierkirchen - Ein grundsätzliches „Ja“ zum Thema überkommunaler Projektleiter Energie war der Tenor der Diskussion in der jüngsten Gemeinderatssitzung - aber nur in Kooperation mit allen Gemeinden und dem Landkreis .

Bürgermeister Heinz Eichinger (SPD) stellte das Konzept vor, das er zusammen mit den Bürgermeistern von Petershausen und Haimhausen und dem Landkreis entwickelt hat. Anfangs sei geplant gewesen, alle Gemeinden und den Landkreis über das Freie Energieforum von Dachau Agil zum Thema „Energie“ zu vernetzen, erklärte Eichinger. Gemeinsam sollte ein Klimaschutzkonzept erstellt werden. Über das EU-Leader-Förderprogramm wäre das Projekt bezuschusst worden. „Doch die meisten Bürgermeister wollten es nicht. Der Zug ist abgefahren“, so Eichinger.

Jetzt habe Petershausen als Vorreiter im Bereich Energie angeregt, dass sich mehrere Gemeinden einen Projektleiter Energie teilen. Folgende Aufgaben wurden von den Bürgermeistern von Petershausen, Haimhausen und Vierkirchen sowie dem Landkreis festgelegt: Erarbeitung eines Klimaschutzkonzeptes als Voraussetzung für eine mögliche Förderung, Energieberatung für Schulen, Kommunen und Bürger, Vernetzung der Kommunen, Öffentlichkeitsarbeit, Ausloten von Fördermöglichkeiten, CO2- Bilanz erstellen, Organisation von Kampagnen und Veranstaltungen zum Thema Energie. Dazu soll eine hochqualifizierte Fachkraft zunächst für zwei Jahre eingestellt werden. Die jährlichen Kosten werden auf 75 000 Euro angesetzt, Vierkirchen müsste 20 000 Euro tragen, informierte der Bürgermeister. Die Gemeinderäte in Petershausen, das schon ein Klimaschutzkonzept habe, hätten dem Vorhaben einstimmig zugestimmt.

„20 000 Euro ist nicht wenig“, meinte Josef Schindlbeck (Freie Wählergemeinschaft Pasenbach) dazu. Die Aufgabe sollte beim Landkreis angesiedelt werden, zumal der Energieberater auch in anderen Kommunen arbeiten wird. Nachdem sich der Landkreis die CO2-Reduktion auf die Fahne geschrieben habe, hielt auch Wolfgang Herzberg (CSU) eine Kooperation aller Gemeinde für sinnvoller. „Alle Gemeinden sollen an einem Strang ziehen“ forderte auch Georg Dziuba (Freie Wähler). Das Projekt wäre auch gleich ein Beispiel für die in dem neuen Leitbild von „Dorf- Metropole“ angestrebte Zusammenarbeit der Landkreiskommunen. Wie Mario Eichinger (SPD) plädierte auch Peter Großmann-Neuhäusler (CSU) für die Zusammenarbeit aller Kommunen. Allerdings sollte erst abgewartet werden, welche Auflagen das neue „Erneuerbare Energien-Gesetz“ bringe. „Wenn es keine Einspeisevergütung mehr gibt, ist die Energiewende tot“, so Großmann-Neuhäusler.

Auch Vierkirchen sei betroffen, wenn wie geplant, für schon bestehende Photovoltaikanlagen im Nachhinein Abgaben geleistet werden müssten, stellte Eichinger fest. Er monierte die Zuverlässigkeit der Politik. Kritisch äußerte sich Johann Neubauer (FW) über die Vorgehensweise beim Projektleiter Energie: Laut Presse sei es von den Gemeinden schon so gut wie abgesegnet. Petershausen habe schon Leitlinien zu dem Thema. „Aber wir haben hier noch großen Diskussionsbedarf“, sagte Neubauer.

Bürgermeister sicherte zu, die offenen Fragen zu klären und noch einmal bei seinen Bürgermeisterkollegen das Thema anzusprechen. „Nächstes Mal heißt es hop oder top.“ (ch)

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