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Public Viewing zur EM im Landkreis Dachau

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Dachau –Public Viewings gehören für viele Fans fest zu einem Fußballturnier dazu. Doch im Kreis Dachau sind zur Europameisterschaft in den meisten Gemeinden noch keine Veranstaltungen geplant. In ein paar Orten können die Spiele trotzdem angeschaut werden.

„In Vierkirchen werden die Spiele der deutschen Nationalmannschaft im Naturbad übertragen“, sagt Michael Krimmer von der Gemeinde. Er weist aber darauf hin, dass es nicht möglich ist, mit dem Auto direkt zum Naturbad zu fahren. „Man kann entweder mit der S-Bahn kommen und dann zu Fuß hingehen oder gleich zu Fuß oder mit dem Radl“, erklärt er.

In Lauterbach überträgt der Burschenverein alle Deutschlandspiele bei der Gaststätte Haas, in Hilgertshausen kann man mit der Feuerwehr die Partien mit deutscher Beteiligung in der Schormair-Halle anschauen. Alle Spiele zeigt das Barwerk in Altomünster, aber nicht im Freien, sondern im Lokal.

Zum Finale veranstaltet außerdem der Zieglerbräu ein Public Viewing auf dem Dachauer Rathausplatz. „Wir übertragen es, egal welche Partie es wird“, verspricht Andrea Schneider. „Wenn Deutschland dabei ist, hoffen wir schon, dass ein paar hundert Fußballfans kommen.“ Nur wenn die deutsche Mannschaft nicht beteiligt ist und das Wetter extrem schlecht ist, kann sein, dass die Veranstaltung abgesagt wird. Sollte es die deutsche Mannschaft tatsächlich ins Finale schaffen, wird das Spiel zudem beim Brauereifest in Haimhausen gezeigt.

Auch auf dem Siedlerfest überlegt man, einige Spiele zu übertragen. „Wir entscheiden es spontan, es kommt darauf an, wann die Deutschen spielen“, sagt Christa Berger-Stögbauer von der Siedlergemeinschaft Karlsfeld Nord.

Eventuell kommen im Laufe des Wettbewerbs weitere Übertragungen dazu, Public Viewings können bei vielen Gemeinden noch angemeldet werden. Bei allen öffentlichen Veranstaltungen gilt während der Europameister eine Ausnahme von den Lärmschutzregelungen.

Wer die Fußballspiele aber zu Hause mit Freunden anschaut, muss sich an die Vorschriften halten. „Ab 22 Uhr ist Nachtruhe. Dann muss man so leise sein, dass der Nachbar nicht mehr gestört wird“, erklärt Ernst Ziegenheim von der Dachauer Polizei. Er rechnet jedoch nicht damit, dass bei der Polizei mehr Ruhestörungen als üblich angezeigt werden. „Am Besten ist es, wenn man vorher mit den Nachbarn redet. Dann ist es meistens in Ordnung“, rät er. Auch die Beamten arbeiten „lageangepasst“ und versuchen an die Vernunft der Beteiligten zu appellieren. Vielleicht sperrt die Polizei die Münchner Straße sogar wieder für einen Autokorso. „Es kommt darauf an, was dort los ist“, sagt Ziegenheim. Doch auch hier gibt es Regeln: Auf Autos sitzen ist zum Beispiel tabu. „Wir reden mit den Leuten, wenn es nicht ausartet, sind wir eher großzügig“, so Ziegenheim: Aber: „Wir greifen sofort ein, wenn Feuerwerkskörper und Flaschen geschmissen oder bengalische Feuer angezündet werden.“

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