Raserei am Karfreitag auf der B471 und B304 bei Dachau

18-Jähriger in Papas BMW mit 178 km/h geblitzt

Die Polizei hat am Karfreitag auf der B471 und B304 bei Geschwindigkeitskontrollen sieben Raser erwischt. Den traurigen Rekord hält ein 18-jähriger Fürstenfeldbrucker, der auf der Bundesstraße mit 178 km/h erwischt wurde.

Dachau - Sieben Anzeigen bei zwei Geschwindigkeitskontrollen auf der B471 und B304 bei Dachau, darunter Spitzengeschwindigkeiten von 178, 169 und 150 km/h sowie einen sinnlosen Fluchtversuch, stellten Beamte des Einsatzzuges Fürstenfeldbruck am Karfreitag in den Abendstunden von 19 Uhr bis 23 Uhr fest. Das teilte die Polizeiinspektion Dachau im Pressebericht mit.

An beiden Kontrollstellen sind die Bundesstraßen auf 100 km/h beschränkt. Sieben Übertretungen im Bereich von 125 bis 178 km/h wurden festgestellt, also alles im Anzeigenbereich mit Punkten.

Auf der B 471 wurde ein BWM-Fahrer aus dem Landkreis Oschersleben in Sachsen/Anhalt mit 150 km/h geblitzt und angehalten. Ihm drohen 160 Euro, zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot. Eine erfolglose Flucht versuchte anschließend ein Fahrer eines silbernen Audi aus Fürstenfeldbruck: Er wurde mit 169 km/h geblitzt, aber kurz vor der Kontrollstelle wendete er verbotswidrig und fuhr zurück. „Dabei wurde er aber deutlich erkannt von den Kontrollbeamten“, wie Polizeihauptkommissar Jörg Wuttke erklärte. Dem Raser drohen wegen des Geschwindigkeitsverstoßes 440 Euro, zwei Punkte und zwei Monate Fahrverbot. Dazu kommen 200 Euro, zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot wegen des Wenden auf einer Kraftfahrstraße. Zudem droht für das Wenden die Verdoppelung auf 400 Euro wegen vorsätzlicher Begehung zur Verdeckung einer anderen Verkehrsordnungswidrigkeit.

Auf der B 304 kam es zu dem schwersten Fall des Abends: Ein 18-Jähriger aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck, der sich den 6er BMW des Vaters ausgeliehen hatte, wurde mit 178 km/h festgestellt. Er gab zu, „nur mal kurz auf das Gas gedrückt“ zu haben. Er hatte weitere vier Gleichaltrige in Auto als Mitfahrer, obwohl der Pkw nur für insgesamt vier Personen ausgelegt ist. Zu den drei Monaten Fahrverbot, den zwei Punkten droht auch ihm die Verdoppelung des Regelbußgeldsatzes von 600 Euro auf 1200 Euro wegen Vorsatz. Dazu bekommt er als Fahranfänger in der Probezeit noch mindestens eine Nachschulung.

dn

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa/dpaweb

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