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Rappelvoll war die Aula der Realschule gestern zur Abschlussfeier – die Schüler standen (bzw. saßen) im Mittelpunkt.

Abschied von der Realschule

„Ein Schlüssel, der Türen öffnet“

Dachau - Mit dem klaren Auftrag des Oberbürgermeisters, kräftig zu feiern, und der Überzeugung von Rektorin Angelika Rogg, dass ihnen das Glück hold sein werde, wurden die erfolgreichen Absolventen der Dr.-Josef-Schwalber-Realschule verabschiedet.

Mit einer rundum imposanten musikalischen Darbietung begannen und begleiteten die vielen Chor- und Bandmitglieder der Dr.-Josef-Schwalber-Realschule gestern die Abschlussfeier der zehnten Klassen. Erik Boussard aus der 7d und Charly Smorscek aus der 9g führten die danach hellwachen Gäste mit ihrer kurzweiligen Moderation augenzwinkernd durch die Veranstaltung.

Oberbürgermeister Florian Hartmann gratulierte den Absolventen: „Dieser Abschluss ist der amtliche Beweis dafür, dass Sie alle etwas auf dem Kasten haben. Er ist ein Schlüssel, der Ihnen viele Türen öffnen wird“. Neben lustigen Zitaten zum Schulleben von Autor Mark Twain brachte er seinen Hauptratschlag an die Abschlussklassen kurz und bündig vor: „Bewahren Sie sich Ihre Träume und Illusionen, wählen Sie einen Weg, den Sie mit Leidenschaft gehen können und feiern Sie diesen Abschluss nach allen Regeln der Kunst“.

Der Elternbeirat schloss sich dem im Namen des Vorsitzenden Michael Fuchs an. Mit der Mittleren Reife hätten die jungen Erwachsenen „einen großen Schritt in ihre eigene Zukunft“ getan. Mit finanzieller Unterstützung bei den Schulausflügen, Seminaren und der Job-Börse stellte der Elternbeirat einen wesentlichen Bestandteil des Schulalltags dar. Für die Offenheit der Lehrer und Schüler dafür bedankte sich Michael Fuchs und meinte schmunzelnd: „Mit dem Abstand zum Schulbesuch wächst die Erkenntnis, dass es eine schöne Zeit war“.

Auch die eigene Abschlussrede der Schüler der zehnten Klassen war von Witz und Dankbarkeit geprägt. Melanie Haupt aus der 10c, Vanessa Günther und Matthias Rothe, beide aus der 10g, hatten sichtlich Spaß daran. In Form eines gespielten Telefonats mit dem Arbeitsamt bestätigte Matthias Rothe, wieder „eine frische Lieferung von redegewandten Damen, zuverlässigen Herren und kreativer, junger Leute“ auf Lager zu haben. Großes Lob erfuhren vor allem das Lehrerkollegium, die Schulleiterin und – nicht zuletzt – die Eltern, die gemeinsam die schöne Schulzeit ermöglicht und geprägt hätten: „Auch wenn sich viele Wege bald trennen werden, haben wir alle ein Stück unvergesslicher Vergangenheit gemeinsam“, betonten die Redner.

Bevor die Zeugnisse den gespannt wartenden Absolventen ausgehändigt wurden, brachte auch Schulleiterin Angelika Rogg ihre Gedanken zum Schulabschluss mit einer schönen Metapher zum Ausdruck: „Das Glück ist wie ein Schmetterling. Wer ihn jagt, verscheucht ihn, wer sich ruhig hinsetzt, dem landet er auf der Schulter“. Das solle allerdings nicht bedeuten, dass das Glück nicht ohne Vorleistung ins Haus geflattert käme. Glück entstehe vielmehr durch ein Geben und Nehmen. Wer aktiv am Leben mit all seinen Bereichen teilnehme, bekomme auch etwas zurück. „Deshalb wünsche ich Ihnen heute kein Glück – ich bin mir sicher, dass es Sie findet“, beendete die Direktorin ihre nachdenkliche aber doch beflügelnde Rede.

Nach der Zeugnisvergabe an die sieben Abschlussklassen wurden die drei Jahrgangsbesten André Glas, Aline Luksch und Michaela Kopf von Landrat Stefan Löwl geehrt. Eine Auszeichnung erhielt Michaela Kopf von der Sparkasse Dachau: Zum fünften Mal verlieh das Vorstandsmitglied Georg Mayerbacher ein Stipendium im Wert von 1000 Euro.

Zu guter Letzt vergab Angelika Rogg den Dr.-Josef-Schwalber-Preis an Marko Seeber und Thomas Salvermoser, zwei Schüler, die sämtliche Bereiche des Schullebens wie das Technikteam und den Chor mit ihrem herausragenden sozialen Engagement bereichert hatten.

sj

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