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Die Weichser Realschule besteht aus einem historischem Alt- und einem modernem Neubau.

Realschule Weichs

14. und letzter Bauabschnitt abgeschlossen

Seit vielen Jahren wird die Realschule Weichs saniert und umgebaut. Jetzt ist der 14. und letzte Bauabschnitt abgeschlossen. Rechtzeitig zur Verabschiedung von Rektor Reiner Hertweck.

Weichs – Im Rahmen der Verabschiedung von Schulleiter Reiner Hertweck (wir haben berichtet) wurde gleichzeitig der Abschluss von 14 Bauabschnitten an der Erzbischöflichen Theresia-Gerhardinger - Realschule gefeiert. Ordinariatsdirektorin Dr. Sandra Krump freute sich, dass seit 2005 ein großer Teil der Schule Schritt für Schritt teilsaniert werden konnte.

„Ein langer Zeitraum, weil immer nur der kurze Zeitraum von sechs Wochen Sommerferien für die wesentlichen Sanierungsarbeiten zur Verfügung stand“, stellte sie fest. Sandra Krump: „ Baulich ist sehr viel geleistet worden: Aus einer ursprünglich zweizügigen Mädchenrealschule mit Internat wurde durch die bisherige Teilsanierung des Altbaus und die Errichtung des Neubaus eine moderne, koedukative vierzügige Realschule geschaffen.“ Ihr Dank galt unter anderem dem Landkreis Dachau, der alle Baumaßnahmen sehr großzügig unterstützt habe. Sie erinnerte auch an das pädagogische Konzept, das an dieser Schule auf drei Säulen ruht: Persönlichkeitsentfaltung der Schüler, Erziehung zum sozialen Engagement und zum Leben in Gemeinschaft und religiöse Erziehung.

Architekt Stefan Holzfurtner blickte auf die Baumaßnahmen zurück

Stefan Holzfurtner vom Architekturbüro Holzfurtner & Bahner aus München ließ die Vergangenheit mit 14 Hauptbauabschnitten im Altbau, einem Neubau, unzähligen Notmaßnahmen, einer Hochwasserflut, diversen Kleinreparaturen nochmal Revue passieren. Er erinnerte daran, wie vor 17 Jahren der Anruf aus dem Landratsamt Dachau kam, „ob ich eine Machbarkeitsstudie für eine Realschule hinter Dachau anfertigen könnte“. Während er bei seiner ersten Fahrt nach Weichs noch eine mittlerweile fast „exotische“ Landkarte brauchte, kennt er mittlerweile fast jede Abkürzung hierher. Seine erste Rechnung musste er noch von Mark bei der Angebotsstellung auf Euro umrechnen. Der Orden der Armen Schulschwestern war damals noch Eigentümer des Gebäudes, bevor es in den Besitz der Erzdiözese überging.

„Die Vorstellung, Gedanken und Konzepte sind real geworden“, sagte Holzfurtner: „Der Neubau, der sich unterordnet und den Blick auf die alten Klostergebäude und die Kirche vom Ortsrand her bewahrt.“ Die Schule erhielt einen geschützten Klosterhof als neue Mitte. Jetzt im letzten Bauabschnitt konnte endlich auch der Zugang zu diesem umgesetzt werden. Im Altbau wurden ab 2004 in erster Linie die notwendigen Klassenzimmer, aber auch WCs für Buben sowie ein Tagesheim und die Verwaltung geschaffen.

Im Altbau wurde großer Wert auf helle Erschließungszonen gelegt, Wände wurden eingerissen, Flure erweitert, Treppenhäuser eingefügt. Entstanden sind nicht nur funktionelle Räume, sondern auch genügend Freiraum, Entfaltungs- und Rückzugsräume für die individuellen Bedürfnisse der Schüler, deren Zahl mittlerweile an die 700 herankommt.

Bei seinem Rückblick erinnerte sich Holzfurtner noch gerne an ein Gespräch mit der damaligen Rektorin Sr. Konstantine, nachdem die ersten Buben an der Schule aufgenommen wurden: „Die Farben weiß-blau in Bayern war sie ja gewohnt, dass nun aber auch die Farben rot und blau eine Rolle spielen, sei jetzt neu“, habe sie gesagt und auf die damals zwei Münchner Fußballvereine angespielt.

Und noch eines blieb diesmal nicht unerwähnt: Auch die künftige Schulleiterin Anita Aumüller-Menz wird nicht ganz von kleineren Bauarbeiten verschont bleiben.

Heinz Nefzger

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