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Vertritt die Interessen der Dachauer Unternehmer: Peter Fink (l.), Vorsitzender des Regionalausschusses Dachau, zusammen mit Dr. Robert Obermeier, Chefvolkswirt der IHK München und Oberbayern.

Regionalausschuss Dachau

IHK ist neu organisiert

Mehr regionale Förderung – unter diesem Motto steht das neue Arbeitsprogramm des im Mai 2016 neugewählten IHK-Regionalausschusses Dachau. Sie will damit die Interessen ihrer Unternehmer besser vertreten. Dazu gehört es auch, Einfluss zu nehmen auf die Kommunalpolitik.

11 000 Unternehmer sind Mitglied der Industrie- und Handelskammer (IHK) Dachau, wie Peter Fink mitteilte. Der neue Vorsitzende des Ausschusses erklärte, dass bisher im gemeinsamen Gremium Dachau-Fürstenfeldbruck „die Interessen der einzelnen Landkreise nicht zur Geltung kamen“. Allerdings arbeiteten diese Ausschüsse trotzdem noch eng zusammen. 

Zu diesem Zweck wurde ein IHK-Forum neu geschaffen, das einmal jährlich tagen soll. Der Dachauer Regionalausschuss, der mindestens dreimal jährlich tagt,  besteht aus 17 Mitgliedern, vier aus der Industrie, vier aus dem Groß- und Einzelhandel sowie der Handelsvermittlung und neun aus dem Bereich der Dienstleistung. Neben dem Vorsitzenden Peter Fink wurden Christine Unzeitig und Werner Mooseder als Stellvertreter gewählt. 

Allerdings sitzt nur der Vorsitzende Peter Fink auch in der großen IHK-Vollversammlung. Dort werden große, überregionale Themen behandelt, während in den Regionalausschüssen größtenteils regionale Pläne besprochen werden. 

Die Mitglieder des Regionalausschusses pflegen eine enge Verbindung zu Politikern – und können so Einfluss nehmen. Denn früher seien die Politiker erst auf die Unternehmer zugegangen, sobald Projekte zur Umsetzung anstanden. Durch die Umstrukturierung kann der Ausschuss aber in Zukunft aktiv auf die Politik zugehen und sich von Anfang an einbringen. „Ohne Einbringen geht nichts voran“, diese Auffassung bringt der neue Vorsitzende mehrmals zum Ausdruck. 

Auf Basis einer Umfrage wurden zwei Schwerpunkte der Arbeit des Gremiums festgelegt: Die zentrale Frage beim Thema Infrastruktur ist hierbei, wie man den Arbeitnehmern eine bessere Erreichbarkeit zum Arbeitsplatz gewährleisten kann – nämlich durch die Entlastung der Straßen, laut Arbeitsprogramm des Gremiums. Das soll durch den Ausbau und die Anbindung von Gewerbegebieten an das ÖPNV-Netz und den Bau von neuen Umgehungsstraßen erreicht werden. 

Bei der Standortentwicklung geht es darum, dass Firmen effektiver Fläche zur Verfügung gestellt werden soll, um das Wachstum zu fördern. Außerdem sollen Lehr- und Ausbildungsstellen größer und attraktiver dargestellt werden sowie bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden, um weiterhin Arbeitnehmer anzuziehen. Zudem werden im Ausschuss noch überregionale Themen wie die Digitalisierung in den Unternehmen besprochen. Durch die Umgestaltung der Ausschüsse soll also eine regionalere und engagiertere Interessensvertretung der Wirtschaft erreicht werden, so Peter Fink: „Wir sind sehr zufrieden, so wie es jetzt ist.“

Max Wagner

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