Jubiläumsgala auf zwei Ebenen: 90 Jahre Blaskapelle Petershausen und 20 Jahre Gemischter Chor Petershausen wurde in der in der Mehrzweckhalle gefeiert. foto: rds

Reisefreudiger Chor trifft kosmopolite Blaskapelle

Petershausen - Die Blaskapelle Petershausen und der Gemischte Chor haben bei ihrer gemeinsamen Jubiläumsgala 110 Jahre Musik und Gesang präsentiert.

Blaskapelle und Gemischter Chor traten eine musikalische Weltreise durch unterschiedliche Stilrichtungen der Musik an.

Los ging’s mit „Chattanooga Choo Choo“ in Tennessee, gesungen vom Gemischten Chor, der sein 20-jähriges Jubiläum feierte. Der Chor stand auf den Rängen über dem Halleneingang und wurde dirigiert von Roman Z. Novak sowie begleitet von Marvin Balzer am Klavier. Derweil stand die Blaskapelle, die ihren 90. Geburtstag feierte, darunter am Eingang in der Halle schon in Warteposition, um mit dem „Bozener Bergsteigermarsch“ ganz alpenländisch unter Leitung von Katrin Czerny loszumarschieren.

Das Rahmenprogramm gestalteten die Musikstudenten Julia Richter aus Markt Indersdorf und ihr Kollege Konstantin Igl aus Kösching bei Ingolstadt: Als Serena die Heitere und als Simplicio erzählten sie: „Petershausen ist ein lustiger Ort, wo die Leute immer im Kreis fahren“, tratzte Serena gleich zu Beginn die Besucher ein wenig: Eine Anspielung auf den Kreisel. Doch sogleich entführte Simplicio seine Zuhörer nach Wien: auf der Suche nach seiner Traumliebe Polyhymnia. Der Chor sang „Irgendwo auf der Welt“ von Komponist Werner Richard Heymanns, gespielt vom Blasorchester, die Blaskapelle spielte Willi Löfflers „Souvenir aus Wien“, Karl Kühbandner dirigierte „A Liadl für di“. Ebenfalls sehr viel Beifall bekam die Blaskapelle für ihren „Alphornruf“ mit zwei Alphörnern. Nach dem Chor der Landleute aus der Oper „Die verkaufte Braut von Bedrich Smetana blieb auch die Blaskapelle mit dem „Böhmischen Traum“ im heutigen Tschechien, bevor es Simplicio auf der Suche nach seiner Polyhymnia ins Land zog, wo die Zitronen blühen. „Mambo Italiano“ des Chors und „Sonniges Italien“ verbreiteten italienisches Flair im Saal.

Nach der Pause ging es nach London. Mit „The Best of Beatles“ legte die Blaskapelle los, gefolgt vom Chorbeitrag „Michelle“ aus der Feder von John Lennon und Paul McCartney. „Ja, ja, auf Musik verstehen sie sich in dem Land, nur nicht aufs Essen“, unkte Simplicio.

Über „Africa“ und „Dry Your Tears Africa“ ging es weit in den „Sonnigen Süden“ sowie über den Atlantik mit „De Colores“ und „The Girl of Ipanema“ nach Brasilien. Nach der „Fuge aus der Geographie“ für den sprechenden Chor kehrten der reisefreudige Chor und die kosmopolite Blaskapelle wieder nach „Irgendwo auf der Welt“ zurück und ernteten einen überwältigenden Schlussapplaus von den begeisterten Besuchern.

(rds)

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