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Nehmen Abschied von Stachusried: Hans Schednik, Ehefrau Renate und Tochter Catalina (v.l.). Die Stute Rosana (links) und der Wallach Catalineur (rechts) werden mit nach Straßlach genommen.  

Stammgäste in Stachusried verlieren ihr stüberl

Reitstallbetreiber hören auf

Eine traurige Nachricht für viele Pferdefreunde und Stammgäste: Zum Jahresende beendet die Familie Schednik die Arbeit am Reitstall in Stachusried.

Stachusried – Hans Schednik mit Ehefrau Renate und Tochter Catalina kehren bis Ende 2016 dem Reitstall in Stachusried den Rücken. Betroffen hiervon sind nicht nur viele Pferdesportler, die in den vergangenen 31 Jahren ins kleine Stachusried zum Reiten gekommen sind, sondern auch eine Reihe von Stammgästen im Pilsstüberl „Zur Tränke“, das, wie es scheint, ebenfalls dicht macht.

Für die Genehmigung dieses Stüberls unter böhmischem Gewölbe, das es nun seit 29 Jahren gibt, hat der 70-jährige Hans Schednik einst zwei Jahre mit Vehemenz gekämpft. Früher war die Tränke wöchentlich an sechs Tagen geöffnet, zuletzt aber besuchten nur noch Stammgäste aus der Umgebung diesen gemütlichen Treff. Wie es mit der „Tränke“ weitergeht, steht noch in den Sternen.

Vom Besitzer des Reitstalls, Helmut Mühlich aus Karlsfeld, war zu erfahren, dass es einen Interessenten für den Reitstall gibt, der allerdings erst noch renoviert werden müsse. Ob ein neuer Pächter dann auch das Stüberl offen hält, könne man im Moment noch nicht sagen.

Der Reiterhof beim Hammerbauern in Stachusried hatte über viele Jahre bei den Reiterinnen und Reitern besondere Bedeutung. Hans Schednik erinnert sich, in Stachusried 28 große Trainingsturniere abgehalten zu haben, mit bis zu 120 Starts. Von den bis zuletzt auf dem Hof lebenden sieben Pferden hat Schednik fünf veräußert. Nur Stute Rosana und den Wallach Catalineur, die Hans Schednik beide selbst gezüchtet hat, nimmt die Familie mit in ihr neues Domizil in Straßlach bei München.

Hier handelt es sich allerdings um keinen Reiterhof mehr. Auch die „Tränke“ räumt Schednik, so dass dieser tolle Bewirtungsraum ohne Theke und Bestuhlung zurückbleibt. Bei einem tollen Grillabend haben zuletzt 40 geladene Gäste bereits Abschied von den Schedniks und dem beliebten Stammlokal genommen.

Das Wirtesterben in der Großgemeinde Markt Indersdorf macht nun wohl auch vor Stachusried nicht Halt. Für die Gäste aus Ainhofen und Umgebung ist das besonders bitter, denn die haben vor einem Jahr ihr Dorfwirtshaus verloren, sind zum Teil danach nach Stachusried gewechselt und müssen sich wohl nun endgültig vom Stammtischdasein verabschieden.

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