1. Startseite
  2. Lokales
  3. Dachau

Riesige Aufgabe bewältigt

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Mit Wasser aus ihren Trinkbechern durften die Kinder des Waldkindergartens Petershausen ihren neuen Bauwagen „taufen“.   Foto: sponder
Mit Wasser aus ihren Trinkbechern durften die Kinder des Waldkindergartens Petershausen ihren neuen Bauwagen „taufen“. Foto: sponder

Petershausen - Die Sprösslinge des Petershauser Waldkindergartens durten ihren neuen Bauwagen höchstpersönlich „taufen“. Schließlich ist das für die nächsten Jahre ihr Rückzugsgebiet.

Eine endlos lange Liste der Helfer, Unterstützer und Sponsoren verlas Irene Marquart-Schüpferling, Vorsitzende des Trägervereins Waldkindergarten Petershausen, beim traditionellen Sommerfest mit Taufe der zwei neuen Bauwagen.

„Der alte Bauwagen war nach zwölf Jahren einfach fertig“, sagte sie. War es bisher nur ein Bauwagen, so gibt es nunmehr zwei: Einen nur für die Kinder und einen kleineren zweiten für das benötigte Material und als Pausenraum für die Erzieher.

Marquart-Schüpferling sprach von einer riesigen Aufgabe für den nur von Eltern getragenen Trägerverein, seinen Elternbeirat und die Betreuerinnen des Waldkindergartens: „Es war eine Herausforderung für die Kindergartenbetreuerinnen, den Betrieb während des Baus aufrechtzuerhalten.“

Ferdinand Kloiber hatte den zweiten Bauwagen aus Österreich kostenlos nach Petershausen gebracht. Aber auch sämtliche im Gemeinderat vertretenen Parteien und Gruppierungen, der benachbarte Verein für Ortsverschönerung und Gartenbau, die Bankhäuser und vor allem der Elternbeirat hatten neben zahlreichen Einzelpersonen kräftig mitgeholfen.

In seinem Grußwort freute sich Petershausens Bürgermeister Marcel Fath über die lange Liste der Helfer: „Hier war wohl die halbe Gemeinde tätig. Ohne diese große Hilfe wäre das Projekt für die ganze Gemeinde nicht zu stemmen gewesen. Aber noch ist es nicht 100-prozentig fertig. Die Heizung fehlt noch.“

Fath und die CSU-Ortsvorsitzende und Gemeinderätin Hildegard Weßner waren sich einig, den Waldkindergarten bei der Genehmigung der Heizung zu unterstützen. Auf diese Weise will die Gemeinde erreichen, dass die angespannte Situation bei den Kinderbetreuungsplätzen in der Gemeinde wenigstens ein bisschen entspannt wird. Das geht nur, wenn die Betreuungszeiten ein wenig verlängert werden können.

Doch ohne Heizung führt da kein Weg hin, denn ohne diese könnten sich die Kinder in der kalten Jahreszeit nach „angestrengtem Spiel“ nicht auch einmal ein wenig hinlegen.

Fath fühlte sich in seine eigene Kindheit zurückversetzt: „Wir hatten auch einen Wald in der Nähe, und da waren wir als Kinder dauernd unterwegs. Abends wurden wir dann von Schlamm und Dreck befreit.“ Der Bürgermeister bedauerte, dass Kinder heute meist weit weg von der Natur aufwachsen. Manches sei beim Naturschutz auch „arg merkwürdig“, wenn der Mensch aus der Natur ausgeschlossen werde. „Der Waldkindergarten gibt da wenigstens ein paar aus der jungen Generation ein anderes Naturverständnis.“

Schließlich durften die Kinder, die gerne mit Wasser umgehen, mit einem Trinkbecher voller Wasser den großen Bauwagen „taufen“, was natürlich einen Riesenspaß machte.

Zum Abschluss des offiziellen Teils überreichte Marquart-Schüpferling der Vorsitzenden des Elternbeirats, Andrea Vilsmaier, im Nachgang zu deren Geburtstag und als Dankeschön für den Einsatz dieses Gemiums einen Blumenstrauß. Dann ging es ans Kaffee- und Kuchen-Büfett auf der Rückseite des großen Bauwagens, wo es unter einer Markise etwas schattiger war. (rds)

Auch interessant

Kommentare