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Die Roboter-Tüftler vom ITG

Dachau - Sie programmieren Parallelschleifen, wissen, was eine Vektorfunktion ist - und: bauen eigene Roboter. 15 Schüler treten nun in einer Liga gegen andere an.

Spätestens seit R2D2, dem Terminator und Wall-E sind Roboter einfach verdammt cool. Einen eigenen zu bauen und zu programmieren - das übertrifft alles. Zumindest für 15 Jungs des Ignaz-Taschner-Gymnasiums. Einmal in der Woche treffen sie sich im Wahlkurs Robotik und tüfteln, rechnen und verbessern. Lehrer Bernhard Gruber und die TU-Studenten Alexandra Weber und Ismail Kuzu geben Tipps, wenn es mal nicht so recht klappen will.

Viel Hilfe brauchen die Fünft- bis Neuntklässler aber keineswegs. Sie wissen genau, wie sie die knapp 400 Legosteine zusammenbauen müssen, um den gewünschten Roboter zu erhalten. Sie wissen genau, wie sie am Computer eine Parallelschleife programmieren und was eine Vektorfunktion ist. Insgesamt gibt es vier Teams, vier Roboter und vier verschiedene Aufgaben: Ein schießender Roboter, der neun Kegel umschmeißen soll, ein Linien-zählender Roboter, ein Slalom-fahrender, und zu guter Letzt die Königsdisziplin: An Station vier muss sich der Roboter zweimal um die eigene Achse drehen, nach vorne fahren und mit einem Laserstrahl exakt den Mittelpunkt eines Kreises treffen.

Im Februar müssen sie sich dann mit anderen Schulklassen an der TU München bei der „First Lego League“, der ersten Lego-Liga, messen. Woche für Woche präzisieren sie ihre Roboterfahrten. Am entscheidenden Wettkampf-Tag können sie dann nur noch auf das Knöpfchen drücken und bangen, dass alles fehlerfrei funktioniert.

Die Gruppe „Kegel-Werfen“ etwa stieß während der Vorbereitungszeit auf ein großes Problem: Programmiert hatte die Gruppe alles richtig - nur fällt der Roboter wegen der Kraft des Schusses immer wieder auseinander. Finn Desaga aus der 7c muss ihn nun anders konstruieren: „Ich stabilisiere jetzt das Rad mit einer Notfallvorrichtung.“ Aber, da ist sich der Schüler schon sicher: „Das hält uns höchstens den Wettkampf lang. Mehr kann ich nicht machen.“

Viele sind schon seit Jahren in der Lego-AG. Viele haben auch zu Hause einen eigenen Roboter. Aber auch diejenigen, die keine Erfahrungen mit Programmieren und Lego-Bauen hatten, machen schnell Fortschritte. Der Linien-zählende Roboter zum Beispiel bekommt weitere Zahnräder an seine Reifen, damit er noch schneller fahren kann. Auf diese Idee ist der 13-Jährige Laszlo Temes gekommen. Neben physikalischen Gesetzen und Informatik lernen die Schüler in diesem Wahlfach aber auch, wie wichtig die Teamarbeit ist. Sie müssen sich aufeinander verlassen können, gemeinsame Entscheidungen treffen, zuzuhören und die eigene Position verständlich darzustellen. Vor allem haben die Jungs - ein Mädchen ist auch in diesem Jahr nicht unter den Teilnehmern - aber eines: Jede Menge Spaß.

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