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So lässt es sich zünftig feiern: Die Gäste in der Hohenester-Halle genießen die gute Stimmung beim Glonner Feuerwehrfest.  

111 Jahre Feuerwehr Glonn

Rockband statt Blaskapelle

Es muss nicht immer ein Fest mit Festzug und vielen Fahnen sein. Ein Feuerwehrfest kann man auch mal ganz anders feiern – das hat die Freiwillige Feuerwehr Glonn jetzt gezeigt.

 

Die Glonner Feuerwehr hat ihr 111-jähriges Bestehen ganz ohne Blasmusik gefeiert. Stattdessen holte die Vorstandschaft der Spritzenmänner eine Rockband auf die Bühne der – brechend vollen – Hohenester-Halle. „Gsindl“ nennt sich die fünfköpfige bayerische Rockband, die die Halle beben ließ und sowohl die jungen als auch die älteren Festabendbesucher total begeisterte.

Feuerwehr-Kommandant Michael Hohenester verzichtete auf die sonst üblichen Grußworte aus der Politik und ließ lieber gleich das „Gsindl“ mit einem Song über kroatische Urlaubsorte loslegen. Sein Dank galt den altgedienten Feuerwehrlern, deren ehrenamtliches Engagement letztlich zu 111 Jahren Feuerwehrgeschichte in Glonn geführt habe. Seiner aktiven Mannschaft dankte Hohenester für die Aufbauarbeiten. Glonn ist eine kleine Feuerwehr und „will nicht größenwahnsinnig werden“. Man sei auch nach 111 Jahren mit einem Tragkraftsspritzenanhänger zufrieden.

Von der Stimmung her war dieser Abend schwer zu überbieten. So gingen schon beim zweiten Song des „Gsindls“, das sich auch „Weltmoasda vo da Hammeklass“ nennt, die Hände der Fans in die Höhe und kurz darauf hielten es die ersten nicht mehr sitzend auf den Bierbänken aus. Dann ging es Schlag auf Schlag: Als der erste Schnaps bei den Musikern eintraf und das noch dazu vom Burschen- und Madlverein Indersdorf, kannte die Begeisterung, die am Rande des Ausflippens war, keine Grenzen mehr. Schon beim Lied der Bayern, wo die Band demonstrierte, dass Bayern außerhalb des Oktoberfestes noch eine ganze Menge Schönes zu bieten hat, sahen sich auch viele Ältere dazu angetan, kräftig mitzuklatschen.

Im Mundart-Repertoire der Rockband bekamen auch Größen wie Barack Obama und Angela Merkel ihr Fett ab, denn man brachte Spionage ins musikalische Spiel. Ein „hochlyrisches Lied“ brachte das „Gsindl“ für die Fans des ruhmreichen TSV 1860 München zu Gehör, aber auch Lieder, die auf Schmusekurs liegen und bei denen ein echter Bayer am besten an seine Ex-Freundin denken sollte, erheiterte die Gäste genauso wie „Der Stolz von der Au“. Darüber hinaus gelang es den Musikern prächtig, den Musikantenstadel sowie Mc Donalds zu derblecken.

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