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Teamwork beim Spatenstich: Stefan Arlt, Patrick Westermair, Anita Schwarz, Dieter Kugler, Nicolas Kugler, Doris Seidl-Brenner und Christiane Döring (v.l.).

Spatenstich in Röhrmoos

Kinderhaus für drei Gruppen

Röhrmoos - Startschuss auf dem Grundstück unterhalb des Burgkindergartens: Dort baut die Gemeinde Röhrmoos ein neues Kinderhaus. Eine für später vorgesehene Erweiterung wird gleich mit erledigt, denn der Bedarf an Betreuungsplätzen steigt und steigt.

Der obligatorische erste Spatenstich ist getan, es kann also losgehen mit dem Bau des Kinderhauses am Pfarrer Schmalz-Weg in Röhrmoos. Das Gebäude, das unterhalb des Burgkindergartens entstehen soll, hat laut Plan die stattliche Länge von 56 Metern und wird fast 14 Meter breit. Es sollen zwei Hortgruppen und eine Kindergartengruppe untergebracht werden. Zum Schuljahresbeginn 2017 ist die Fertigstellung geplant. Das Haus wird vom evangelischen Kindergartenverein Röhrmoos betrieben, der auch beim Kindergarten in Großinzemoos die Trägerschaft hat.

Neben Bürgermeister Dieter Kugler griffen auch sein Stellvertreter Dr. Nicolas Kugler, Pfarrerin Christiane Döring, Doris Seidl-Brenner vom evangelischen Kindergartenverein, Patrick Westermair von der Bauverwaltung sowie Anita Schwarz und Stefan Arlt vom Planungsbüro GHK zum Spaten.

Die ursprüngliche Planung mit zwei Hortgruppen sollte das Angebot der Kinderbetreuung ergänzen. Bis dato hat Röhrmoos hier mit der Hortgruppe in Großinzemoos und der erweiterten Mittagsbetreuung in der Grundschule bereits ein gutes Angebot an Betreuungsmöglichkeiten. In den vergangenen Jahren aber habe sich die Nachfrage nach Hortplätzen deutlich erhöht, so Kugler. Deshalb wurde bereits im Juni 2014 einer vorübergehenden Erhöhung um zehn Hortplätze im Kinderhaus Großinzemoos zugestimmt, mit der Maßgabe, dass es auch eine bauliche Lösung im fußläufigen Umfeld der Grundschule für ein Hortangebot geben sollte.

Der Gemeinderat habe schnell reagiert und Lösungsvorschläge diskutiert. In Zusammenarbeit mit der Verwaltung sei der Standort unterhalb des Burgkindergartens favorisiert worden. Es folgten die Auftragsvergaben an die Planer.

Das Gebäude sollte so gebaut werden, dass eine spätere Erweiterung um eine Kindergartengruppe möglich ist. Die Einschreibungen für die anderen Kindertageseinrichtungen im März dieses Jahres lieferten schließlich den Beweis, dass man sofort für die dritte Gruppe gebaut werden sollte.

Nun ging es um die Frage, ob Krippen- oder Kindergartengruppe. Auf Empfehlung der Fachaufsichtsbehörde entschied sich der Gemeinderat für eine weitere Kindergartengruppe. Trotz der Umplanung soll das Kinderhaus bis September 2017 fertig sein.

„Wir haben inzwischen die Baugenehmigung, die Zustimmung zum vorzeitigen Baubeginn und auch die Förderzuwendung der Regierung“, freut sich Kugler. Als Zuwendung wurde in Aussicht gestellt, dass bei einem Baukostenvolumen von fast 2,6 Millionen Euro ein Zuschuss über 950 000 gewährt wird. „Das ist dann zwar eine Förderquote von 54,7 Prozent in Bezug auf die zuwendungsfähigen Kosten, aber es sind halt nur 37,1 Prozent der tatsächlichen Kosten“, bedauerte Kugler mit dem Hinweis, dass die Baupreise leider schneller steigen als die Anpassung der Kostenrichtwerte, mit denen die Zuwendungen berechnet werden. Baubeginn soll schon nächste Woche sein. Kugler: „Wir investieren in die Zukunft unserer Kinder."

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