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Preisträgerinnen mit Laudator: Andrea Riedmann (links) und Anette Hrdlitschka (rechts) bei der Bambi-Verleihung am Donnerstagabend mit Popstar Sasha. 

Andrea Riedmann für ihr karitatives Engagement in Baden-Baden ausgezeichnet

Röhrmooser „Heldin“ ist stolz auf ihren Bambi

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TV-Legende Frank Elstner, Hollywood-Star Naomi Watts, die belgische Königin Mathilde – und die Röhrmooserin Andrea Riedmann sind vergangene Woche mit dem Medienpreis Bambi ausgezeichnet worden. Riedmann, die das goldene Reh in der Kategorie „Stille Helden“ gewann, ist noch immer gerührt von der beeindruckenden Zeremonie.

Dass eine Röhrmooserin in Baden-Baden auf die Bühne gebeten wird, um einen Bambi in Empfang zu nehmen, das hat es in der Geschichte dieser Gemeinde noch nie gegeben. Andrea Riedmann aus der Lilienstraße aber hatte vor wenigen Tagen die Ehre. Sie und ihre Münchner Kollegin Anette Hrdlitschka wurde von Laudator Sasha die begehrte Trophäe überreicht – für ihr soziales Engagement.

Bambis gab es in 18 Bereichen. Frank Elstner etwa erhielt den Bambi für sein Lebenswerk und Hollywood-Star Naomi Watts bekam den Preis in der Kategorie „Schauspielerin international“. Die 48-jährige Röhrmooserin und ihre Kollegin Hrdlitschka wurden dagegen in der Kategorie „Stille Helden“ ausgezeichnet.

Riedmann ist gelernte Kinderkrankenschwester und im Sekretariat der Berufsfachschule der Schwesternschaft des BRK tätig. Was aber zum Bambi führte, war ihr großartiges Engagement in ihrer Freizeit, wo sie und Hrdlitschka für den Verein „Kleine Helden“ auf dem Irmengard-Hof am Chiemsee tätig sind.

„Kleine Helden brauchen große Herzen“, sagte Popstar Sasha, bevor die beiden Damen aus Bayern den Bambi in Empfang nehmen durften. Die Organisation „Kleine Helden e.V.“ gibt es seit 2001, sie bietet pflegerisch begleitete Aufenthalte für chronisch kranke oder behinderte Kinder und ihre Familien und finanziert sich ausschließlich durch Spenden und Mitgliedsbeiträge.

„Wir kümmern uns vor allem um Kinder, deren Krankheitsbilder in der Öffentlichkeit keine Lobby besitzen“, sagt Riedmann jetzt, nach ihrer Rückkehr aus Baden-Baden. Besonders am Herzen liegen den „stillen Helden“ dabei die Geschwister und Eltern, die während des Aufenthalts am Chiemsee von den alltäglichen Sorgen und Anforderungen befreit werden sollen. Dort gibt man den Kindern und deren Eltern die Möglichkeit, sich in unbeschwerter Umgebung mit anderen Betroffenen auszutauschen, die Sorgen und Ängste der Krankheit oder Behinderung zu verarbeiten und neue Energie und Kraft zu tanken. Andrea Riedmann arbeitet acht bis neun Mal im Jahr immer eine Woche lang auf dem Irmengard-Hof am Chiemsee und freut sich, dort sowohl den Kindern als auch deren Eltern schöne Erlebnisse bieten zu können. „Diese beiden Frauen haben es verdient, ausgezeichnet zu werden“, unterstrich der Laudator, bevor er Riedmann und Hrdlitschka auf die Bühne holte.

„Es war schon ein bewegender Moment, als das ganze Publikum aufstand und Beifall klatschte“, sagt Riedmann im Rückblick. „Das werde ich nie vergessen!“ Begleitet wurde die Röhrmooserin von ihrem Lebensgefährten Klaus-Peter Szorin. Auch nach der Bambi-Verleihung habe es noch viele Rückmeldungen gegeben. So seien Thomas Gottschalk, Gaby Dohm, Frank Elstner und Michaela May zum Gratulieren auf die „kleinen Heldinnen“ zugekommen.

Selbst ein paar Tage danach hat Riedmann das großartige Erlebnis an dem Abend der großen Gefühle noch nicht verdaut. „Ich nehme den 2,5 Kilo schweren Bambi fast täglich in die Hand“, so Riedmann, die den Bambi nun als kleinen Schatz in ihrem Haus in der Lilienstraße sieht.

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