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Hatten Kritik: 51 Bürgerinnen und Bürger fanden sich in der Grundschulaula ein. 

Bürgerversammlung in Röhrmoos

Klagen über dichte Bebauung

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51 Bürger aus Röhrmoos und der näheren Umgebung haben auf der Bürgerversammlung Interesse am gemeindlichen Geschehen gezeigt. Und sie ließen Bürgermeister Dieter Kugler wissen, wo der Schuh drückt.

Von Josef Ostermair

Röhrmoos – Bei der Bürgerversammlung in der Aula der Grundschule Röhrmoos konnten die Besucher Fragen und Anregungen loswerden, aber auch Kritik. Kritisiert wurde in erster Linie die zum Teil doch sehr dichte Bebauung auf noch freistehenden Flächen im Bereich der Blumenstraße und am Gartenweg.

Erich Müller aus der Blumenstraße sprach die in seiner Nachbarschaft entstehende Bebauung an und kam zunächst auf die Blumenstraße 8 und 8a zu sprechen. Hier gab es eine schon vor mehreren Jahren genehmigte Bauvoranfrage für zwei Doppelhäuser, doch der Gemeinderat habe nun Mehrfamilienhäuser mit maximal zwölf Wohneinheiten, einer Tiefgarage und drei oberirdischen Besucher-Stellplätzen zugestimmt. Bürgermeister Kugler begründete diese Verdichtung mit der umliegenden Bebauung und erklärte, dass sich der Gemeinderat an Recht und Ordnung halten müsse. Müller dagegen unterstrich, dass es jetzt schon in der Blumenstraße oft sehr eng hergeht. Nur wenige Meter weiter entsteht in der Blumenstraße ja sowohl südlich, als auch nördlich noch weitere dichte Bebauung. Auch hier befürchtet Müller, dass man die Autos nicht mehr unterbringt. Nördlich entstehen 20 Senioren-Wohnungen, im südlichen Bereich der Blumenstraße, wo neben Wohnbebauung eine große Arztpraxis entsteht, sieht die Planung 20 Tiefgarageplätze und 10 oberirdische Stellplätze vor. Mehrere Blumenstraßler befürchten, dass ihre Straße extrem zugeparkt sein wird, aber die Verwaltung glaubt, dass das Seniorenwohnen deutlich weniger Autos in die Blumenstraße bringt, als die Anlieger befürchten.

Grundstücksnachbar Herbert Michalitza schließt bauliche Schäden an seinem Haus durch die große Bebauung südlich der Blumenstraße nicht aus. Laut Kugler sei das Landratsamt der Ansprechpartner. Kugler empfahl ein Beweissicherungsverfahren.

Michalitza kritisierte auch, dass in einer Hauruck-Aktion rund 20 Bäume auf der zur Bebauung angedachten Fläche gefällt wurden, von denen die meisten nicht krank waren. Michalitza sprach von einem „unverschämt dummen“ Gutachten, das vom Landratsamt zur Fällung herangezogen wurde. Dass im Rahmen der Neubebauung an der Blumenstraße 19 Bäume gepflanzt werden, konnte Michaelitza nicht beruhigen, „denn zum Thema Baumschutz könnte man mit etwas gesundem Menschenverstand einiges regeln“.

Zu dichte Bebauung wurde auch von einem Bürger aus dem Gartenweg beklagt. Hier geht es um 14 Eigentumswohnungen und Tiefgarage. Weil es sich noch um ein schwebendes Verfahren handelt, wollte sich Kugler nicht näher äußern, erklärte aber: „Ich teile Ihre Bedenken, doch Genehmigungsbehörde ist das Landratsamt.“

Ein junger Bürger forderte dagegen mehr Baumöglichkeit im Gemeindegebiet – denn Röhrmoos ist in 30 Jahren nur um 29,3 Prozent gewachsen und hat damit landkreisweit den niedrigten Einwohnerzuwachs (derzeit 6500 Einwohner). Laut Bürgermeister hänge der geringe Einwohnerzuwachs unter anderem mit der Sonderstellung von Schönbrunn zusammen. Kugler warnte davor, die Infrastruktur zu überlasten. „Wir sind in einem Spannungsfeld und wollen nicht explodieren“, so das Gemeindeoberhaupt, das auf die Wohnungen für bis zu 400 Personen hinwies, die im Bereich Bücherlweiher die Einwohnerzahlen vielleicht früher als erwünscht nach oben schnellen lassen. Hier plane die Gemeinde deshalb in zwei Bauabschnitten.

Thema der Diskussion mit Kugler war auch die Umgestaltung des Bürgersaals im ehemaligen Haus der Vereine. Dazu wurde bekannt, dass künftig nur noch der Sport auf der Fläche des bisherigen Bürgersaals Einzug halten wird. Die Gemeinde bezuschusse die 400 000 Euro teure Umbaumaßnahme mit 20 Prozent, die Vhs könne ihre Räume in diesem Gebäude behalten.

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