Nicht nur für die Löwen war er immer da: Am Donnerstag wurde Dieter Schneider in Röhrmoos beerdigt.

Ex-1860-Präsident auf seinem letzten Weg

Dieter Schneider (✝70): Große Trauergemeinde nimmt Abschied

Unzählige Trauergäste haben Dieter Schneider am Donnerstag auf seinem letzten Weg in Röhrmoos begleitet. Das zeigt, welch große Wertschätzung dem 70-Jährigen entgegengebracht wurde.

Röhrmoos – Ganz Röhrmoos-Dorf war zugeparkt von den vielen Trauergästen, die Donnerstag Vormittag im Friedhof und in der Pfarrkirche Abschied von Dieter Schneider nahmen. Der bekannte Unternehmer und frühere Präsident des TSV 1860 München war, wie berichtet, nach längerer schwerer Krankheit gestorben.

Diakon Markus Nappert spach den Angehörigen Trost zu und würdigte den Verstorbenen als guten Familienvater und sehr sozial eingestellten Menschen, der sich in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens engagierte. Um den trauernden Angehörigen eine Reihe von Trauerreden zu ersparen, ergriff der Röhrmooser Bürgermeister Dieter Kugler in Vertretung aller Vereine und Verbände das Wort.

„Es hätten so viele was zu sagen gehabt, es wären sicher vielfach die Verdienste des Verstorbenen gewürdigt worden“, sagte Kugler, der mit der gemeinsamen Rede dem Wunsch von Witwe Gipsy entsprach. Kugler zeigte auf, wo Schneiders Wirken Spuren hinterlassen hat. Sei es wirtschaftlich, wie bei der IHK, dem Industrieverein Dachau, dem Arbeitskreis Schule und Wirtschaft und natürlich den von Schneider geleiteten Betrieben. Aus dem politischen Bereich nannte Kugler die CSU-Ortsverbände von Karlsfeld und Röhrmoos, den CSU-Kreisverband und den Landkreis Dachau.

Auch im Lionsclub Dachau war Schneider ein geschätzter Mitstreiter. Aus dem sportlichen Bereich haben sich die SpVgg Hebertshausen, das Präsidium des TSV 1860 München mit dem neuen Präsidenten Robert Reisinger und Geschäftsführer Markus Fauser und zahlreiche Fanclub-Vertreter, die Löwenschals trugen, verabschiedet. Auch 1860-Legende Karsten Wettberg war unter den Trauergästen.

Kugler sagte, dass Schneider ein großer Bürger Bayerns war, was mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande wegen seiner Verdienste um die Bayerische Wirtschaft zum Ausdruck kam. Nicht zuletzt, weil Schneider immer einen sozialen Blickwinkel hatte, sei er ein erfolgreicher Unternehmer und Sanierer gewesen, dem das Wohl seiner Mitarbeiter viel bedeutete. Das habe sich auch bei der von ihm betriebenen Liedtke Kunststofftechnik in Indersdorf gezeigt, die sich ebenso wie der TSV 1860, die SpVgg Röhrmoos und die Fanclub Arge 1860 mit einem Kranz verabschiedete.

Trotz seiner arbeitsreichen Tage engagierte sich Schneider noch in einigen Ehrenämtern. War er doch lange Zeit Vorsitzender im Industrieverein, Gründungsvorsitzender des Arbeitskreises Schule und Wirtschaft und fast ein Jahrzehnt im IHK-Gremium Dachau-Fürstenfeldbruck.

Auch als Finanzrichter und über 20 Jahre als Handelsrichter am Landgericht München II hat sich Schneider ehrenamtlich für Gerechtigkeit eingesetzt. Schneider war ein leidenschaftlicher Fußballer in Hebertshausen und später bei den Freizeitkickern in Günding. Seine große Leidenschaft aber waren die Münchner Löwen, denen er viele Jahre ein großzügiger Sponsor war und dann Präsident war.

Einen hohen Stellenwert bei Schneider hatte seine Familie. „Er hätte gerne noch mitbekommen, wie sich seine kleine Enkelin Victoria Anna Carolina entwickelt“, sagte Kugler.

ost

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