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Zuhörerraum gut gefüllt: Mit Vorsitzendem Stefan Orthofer, Stellvertreter Christian Müller (vorne v.l.n.r.) und weiteren Vorstandsmitgliedern und Jugendlichen waren die Riedenzhofer zahlreich im Röhrmoose Rathaussaal vertreten.  

Planungen des Schützenvereins im Gemeinderat Röhrmoos

Eichengrün will endlich eine feste Heimat

Die Planungen für einen eigenen Schießstand schreiten bei Eichengrün Riedenzhofen voran. Ein Standort ist mit dem Dachgeschoss des Röhrmooser Rewe-Marktes gefunden. Jetzt geht es um die Detailfragen.

Röhrmoos – Der Schützenverein Eichengrün Riedenzhofen ist nun schon seit mehreren Jahren im Schützenheim und am Schießstand von Gemütlichkeit Röhrmoos untergebracht, ohne dass es bisher Probleme gegeben hätte. Weil ihnen die Unterbringung im Haus der Vereine längerfristig zu unsicher ist, wollen die Riedenzhofer künftig aber wieder auf eigenen Füßen stehen.

So hat sich der 103 Mitglieder zählende Verein, der ein Drittel Jugendliche und Jungschützen unter 26 Jahren zählt, dazu entschieden, Ausschau nach einem neuen Domizil zu halten. Dabei ist man auf den Röhrmooser Rewe-Markt Leitenstorfer gekommen. Hier gibt es einen nicht ausgebauten Dachraum, der locker Platz für acht Schießstände, einen eigenen Jugendraum, einen Wartebereich, Umkleiden und WC-Anlagen hergibt.

Wie vom Riedenzhofener Schützenchef Stefan Orthofer zu erfahren war, habe die 2. Bürgermeisterin, Andrea Leitenstorfer, erkannt, dass man dringend Platz für eine neue Bleibe sucht, und sei deshalb auf ihn zugegangen.

Zunächst war es schon mal wichtig, dass der Bauausschuss der Gemeinde der Nutzungsänderung im Dachraum des nicht ausgebauten Lebensmittelmarkts ohne Gegenstimme zugestimmt hat. Dass die vielen jungen Leute bei Eichengrün hinter ihrem Vorstand stehen, konnte das Röhrmooser Gemeindeparlament allein daran erkennen, dass rund 20 Jugendliche auf der Zuhörerbank saßen, als am Sitzungstisch ihr Anliegen behandelt wurde.

Zur Stellplatzsituation wurde von Bauamtsleiter Patrick Westermair ausgeführt, dass in dem Bereich des Lebensmittelmarktes 24 Stellplätze zur Verfügung stehen. Für den Bestandsmarkt waren neun Stellplätze zu errichten. Für den Schießstand gibt es keine entsprechende Regelung in der Stellplatzsatzung der Gemeinde Röhrmoos. „Bei Satzungen anderer Kommunen werden einer bis vier Stellplätze je Stand festgelegt. Geht man vom Mittelwert zwei Stellplätze je Stand aus, dann wären für acht Schießstände 16 Stellplätze vorzuhalten. Somit wären insgesamt 25 Stellplätze erforderlich“, sagte Westermair. Es sei aber zu vertreten, dass für den einen nicht vorgehaltenen Stellplatz eine Wechselnutzung mit den vorhandenen, aber dem Lebensmittelmarkt zugeordneten Stellplätzen erfolgen kann.

Hier sei anzumerken, dass der Schießbetrieb der Erwachsenen erst um 19 Uhr beginnt, also nach dem Geschäftsschluss des Lebensmittelmarktes. Außerdem stehen auf der gegenüberliegenden Straßenseite bei dem dazugehörenden Getränkemarkt weitere sieben Stellplätze zur Verfügung.

Für den Schießstand soll es einen separaten Eingang auf der Lieferseite des Lebensmittelmarktes geben.

Der Schützenverein hat beantragt, dass der Brandschutznachweis für dieses Vorhaben bauaufsichtsrechtlich geprüft werden soll. Laut Orthofer habe man sich schon darauf eingestellt, dass als 2. Rettungsweg eine Not-Stahltreppe angebracht werden muss.

Der Pachtvertrag läuft auf 25 Jahre, denn der ständige Wechsel der Schießstätte geht vielen Riedenzhofern langsam gegen den Strich. Seit der Wiedergründung des Vereins im Jahre 1957 ist das immerhin schon der sechste Schießstand, den man anstrebt. Die Riedenzhofener Schützen sind sicher keine Nomaden, aber aus verschiedensten Gründen durften sie sich nirgens lange wohlfühlen.

Der erforderliche Ausbau des Dachgeschosses und der Heizungseinbau werden auf rund 120 000 Euro geschätzt. Dazu erwartet man 25 Prozent Zuschuss durch den Bayerischen Sportschützenbund und den üblichen 20- Prozent-Zuschuss der Gemeinde. Die Restfinanzierung soll durch Eigenkapital und zinslosen Darlehen aus dem Kreise der Mitglieder und Freunden des Vereins erfolgen. Orthofers Ziel ist es, im Mai mit den Bauarbeiten zu beginnen, um im Herbst schon am neuen Standort den Schießbetrieb aufnehmen zu können.

ost

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