Drei Männer durchschneiden ein weiß-blaues Band
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Offizielle Radwegeröffnung mit (v.l.) Dieter Kugler, Bürgermeister in Röhrmoos, Harald Dirlenbach, Bürgermeister in Vierkirchen und Georg Niederschweiberer, Röhrmooser Ansprechpartner in Fahrradfragen.

Die Gemeinden Röhrmoos und Vierkirchen schaffen schnell und unbürokratisch neue Strecke

Ein neuer Verbindungsweg für Radfahrer

  • VonJosef Ostermair
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Im Landkreis Dachau gibt es nun eine weitere Fahrradstrecke. Zwischen Röhrmoos und Vierkirchen befindet sich der neue Radweg.

Röhrmoos/Vierkirchen – Wieder ein Stück mehr Radweg im Landkreis: Am vergangenen Mittwoch haben die Bürgermeister Dieter Kugler aus Röhrmoos und Harald Dirlenbach aus Vierkirchen offiziell den Radweg zwischen der S-Bahn-Station Esterhofen und der Einmündung in die Kreisstraße 10 bei Riedenzhofen in Betrieb genommen. Natürlich haben sie – ganz festaktgemäß – dafür ein weißblaues Band zerschnitten.

Vorher fuhren die beiden Gemeindechefs die zwei Kilometer lange Strecke von Esterhofen her zusammen mit dem Röhrmooser Gemeinderat Georg Niederscheiberer (Freie Wähler) mit dem Radl. 1,2 Kilometer dieser Strecke liegen auf Röhrmooser Gemeindegebiet, die restlichen 800 Meter im Gemeindebereich von Vierkirchen.

Stolz sind Kugler und Dirlenbach, dass dieser Radweg östlich der Bahnlinie kostengünstig und unbürokratisch geschaffen wurde. Man hat recycelten Betonbruch in den Weg eingearbeitet, der von der Firma Huber in Altomünster stammt. Die Feinschicht brachte die Straßenbaufirma Schweiger aus Schmelchen auf.

Hier einen Radweg zu schaffen, war schon 2011 Thema im Vierkirchner Gemeinderat. Damals ging man davon aus, dass der Radlweg westlich der Bahn entstehen sollte, was aber an den geschätzten hohen Kosten – es war von 120 000 Euro die Rede – scheiterte. Den jetzigen Radwegausbau haben erst heuer im Frühjahr der Fraktionsvorsitzende der CSU im Röhrmooser Gemeinderat, Stephan Hueber und der Vorsitzende der Bund Natuschutz-Ortsgruppe Röhrmoos, Horst Pillhöfer, erneut aufgegriffen und beide Bürgermeister standen dieser naturnahen Lösung sofort positiv gegenüber. Dirlenbach betonte, dass die Zusammenarbeit mit der Nachbargemeinde Röhrmoos außerordentlich gut sei. Die genauen Kosten, die sich die beiden Gemeinden entsprechend des Wegeanteils teilen, liegen noch nicht vor, da ein Teil der Arbeiten auf „Regie“ abgerechnet wird. Außerdem kommen noch die Kosten für die Beschilderung dazu.

Ein Wunsch von Kugler ist es, diesen Radweg in Richtung Süden, hin nach Röhrmoos fortzusetzen, doch das hängt noch von Grundstücksangelegenheiten ab. Sollte das noch gelingen, wäre das eine besonders gute Lösung für radelnde Schüler zum geplanten Gymnasium in Röhrmoos. Die Radwegstrecke von 3,7 Kilometern von Esterhofen bis zum Gymnasium in Röhrmoos wäre für Schüler durchaus eine Alternative zu Bussen und Bahn.

Natürlich freuen sich jetzt schon viele Radfahrer über die neue Strecke. Die Beschilderung in Röhrmoos steht schon, auf Vierkirchner Seite soll sie demnächst auch folgen.

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