+
Trostlos ist der Anblick im Inneren der Hofmarkkirche. Die Jahre vergehen, aber mit der Restaurierung kommt man nicht voran.

Förderverein Hofmarkkirche ist frustriert

In der Hofmarkkirche rührt sich nichts

Die Geduld im Förderverein Hofmarkkirche Heilig Kreuz ist zu Ende: Seit 2001 wartet man darauf, dass die Innenrestaurierung des Gotteshauses beginnt, doch es scheint alles eingeschlafen zu sein.

Schönbrunn – Dieser Stillstand war natürlich Hauptthema bei der Mitgliederversammlung des Fördervereins, wo der Vorsitzende, Gerhard Schmidbauer, der Kirchenmesner in Röhrmoos ist, zwölf Mitglieder begrüßen konnte, darunter Kreisheimatpflegerin Birgitta Unger-Richter, die Generaloberin der Schönbrunner Franziskanerinnen, Schwester Benigna Sirl, Pfarrer Michael Bartmann und der Vorsitzende der Viktoria-von-Butler-Stiftung, Markus Holl.

In seinem Rechenschaftsbericht wies Schmidbauer darauf hin, dass der eingetragene Verein inzwischen den Status der Gemeinnützigkeit erlangt habe, was insbesondere für die Spendenwerbung wichtig sei. Er berichtete über verschiedene Aktivitäten des Fördervereins im zurückliegenden Jahr. Beim Röhrmooser Heimatfest hat man sich gezeigt und natürlich um finanzielle Unterstützung zur Restaurierung geworben. Erfolgreich sei auch die Aktion Kirchenkekse verlaufen.

Ex-Staatsminister Dr. Thomas Goppel habe vor Ort im August 2018 in seiner Funktion als Vorsitzender des Landesdenkmalrats den Eindruck erweckt, dass er den Fortgang der Restaurierung anschieben könnte, doch bisher habe man davon nicht viel verspürt. Die Öffnung der Kirche, die im Innenraum immer noch vollständig eingerüstet ist, ohne dass mit den notwendigen Bauarbeiten begonnen wurde, habe beim „Tag des offenen Denkmals“ bei immerhin 96 Besuchern aus dem Landkreis und darüber hinaus Interesse geweckt.

Der trostlose Anblick von Baugerüsten in der ausgeräumten Kirche habe aber viele traurig gestimmt. Für die Unterstützung bei den verschiedensten Aktivitäten im Förderverein bedankte sich Schmidbauer besonders bei Angelika Riess, Annemarie Rauch, Irmgard Lerchl und bei seinem Stellvertreter Burkhard Haneke. Dass die Kasse des Vereins gut geführt ist, stellte Revisor Dieter Montag fest. Derzeit beträgt das Kapital rund 29 000 Euro.

Kreisheimatpflegerin Unger-Richter äußerte Zuversicht, dass in diesem Jahr mit der Instandsetzung der Raumschale begonnen werde. Dies sei ein entscheidender Schritt, bevor an die Restaurierung der Innenausstattung, wie Altäre und Heiligenfiguren, gedacht werden könne. Alles müsse am Ende ja farblich zusammenpassen.

Die Hofmarkkirche in Schönbrunn gehört nach Auffassung der Kreisheimatpflegerin kunsthistorisch zu den bedeutendsten Kirchen im Landkreis. Sie regte auch an, in nächster Zeit den Architekten Andreas Hlawaczek einmal zu einem öffentlichen Informationsabend einzuladen.

Der Förderverein, der zur Zeit 32 Mitglieder zählt, will darüber hinaus weitere Veranstaltungen zur Gewinnung von Spenden und Mitgliedern durchführen.

Vor allem aber will man einen dringlichen Brief an das Erzbischöfliche Ordinariat in München richten, damit die Arbeiten an der Hofmarkkirche in Schönbrunn möglichst bald weitergehen.

ost

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Feuerwehr sichert für Kinder Martinsumzug - Autofahrer beschimpfen sie wüst
300 Menschen treffen sich zu einem Martinsumzug mit Gesang und Laternen. Die Feuerwehr sperrt eine Straße zum Schutz der Kinder - und wird von Autofahrern übel …
Feuerwehr sichert für Kinder Martinsumzug - Autofahrer beschimpfen sie wüst
Unfallverursacher flüchtet
Die Polizei sucht nach dem Fahrer eines hellen Pkw, der am Dienstag bei Schönbrunn einen Unfall verursachte und flüchtete.
Unfallverursacher flüchtet
Gas-Alarm: Anwohner werden evakuiert
Ausströmendes Gas hat am Mittwochvormittag zu einem größeren Einsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst gesorgt, die Anwohner mussten zunächst ihre Wohnungen verlassen. …
Gas-Alarm: Anwohner werden evakuiert
Dramatischer Einsatz mit „Happy End in Altomünster“!
Aufgrund eines technischen Fehlers kam es am Mittwochvormittag zu einem Unglück auf einem Altomünsterer Supermarkt-Parkplatz. Doch die Feuerwehr konnte helfen!
Dramatischer Einsatz mit „Happy End in Altomünster“!

Kommentare