Einige verkehrliche Maßnahmen sind noch notwendig, um das geplante Röhrmooser Gymnasium, das auf einem Grundstück zwischen Arzbacher Straße und Indersdorfer Straße entsteht, verkehrlich anzubinden.
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Einige verkehrliche Maßnahmen sind noch notwendig, um das geplante Röhrmooser Gymnasium, das auf einem Grundstück zwischen Arzbacher Straße und Indersdorfer Straße entsteht, verkehrlich anzubinden.

Vorstellung im Umwelt-, Verkehrs- und Kreisausschuss

Erste Verkehrsplanung fürs Gymnasium Röhrmoos

  • Thomas Zimmerly
    vonThomas Zimmerly
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Der Umwelt-, Verkehrs- und Kreisausschuss des Landkreises Dachau hat sich erstmals konkret mit der verkehrlichen Erschließung des geplanten fünften Landkreisgymnasiums in Röhrmoos befasst. Die Schule soll 2025/26 in Betrieb gehen. Bis dahin gilt es in Sachen Verkehr noch einiges zu tun.

Röhrmoos – Der Sachgebietsleiter Tiefbau im Landratsamt Dachau Torsten Kohlmann erläuterte die einzelnen Maßnahmen, die freilich nur Empfehlungen sind und noch mit der Gemeinde Röhrmoos abgesprochen werden müssen.

Das neue Gymnasium wird auf einem Grundstück zwischen Arzbacher Straße und Indersdorfer Straße in unmittelbarer Nähe zum S-Bahnhof entstehen. Laut Entwurf des Landratsamts sind folgende Maßnahmen notwendig: 1. der Umbau der Kreuzung Indersdorfer Straße (Kreisstraße Dah 3)/An der Leiten/Flurstraße mit Errichtung einer Ampel. 2. der Umbau der Kreuzung Indersdorfer Straße (Dah 3)/Arzbacher Straße mit Errichtung einer Ampel 3. die Errichtung von Bushaltestellen im Bereich der Dah 3. 4. die Errichtung einer Haltestelle für Busse auf dem Schulgelände im Bereich der Indersdorfer Straße/Arzbacher Straße. 5. der Bau einer Querungshilfe an der Kreisstraße Dah 10 – Rennweg in Höhe des Hohlwegs 6. die Errichtung eines Geh- und Radwegs nördlich der Dah 3 im Bereich zwischen Inzemooser Straße und Arzbacher Straße. 7. der Umbau der Gehwege im Bereich der Straßen An der Leiten, Gartenweg und Inzemooser Straße.

Hierbei sind die Maßnahmen 1. mit 5. vom Landkreis zu finanzieren, während die Baulast bei den Maßnahmen 6. und 7. der Gemeinde obliegt. Die genauen Baukosten können erst im Rahmen der weiteren Planung anhand einer Kostenberechnung genauer ermittelt werden und sollen dann im Rahmen der Haushaltsberatung 2022 dargestellt werden. Vorrangiges Ziel der Planungen sei es, so Kohlmann, „mit dem ÖNPV das Gymnasium anzubinden“. Dazu müsse ein „leistungsfähiger Knotenpunkt“ entstehen.

Der Röhrmooser Bürgermeister Dieter Kugler bedauerte, dass das Thema nicht zuallererst im Gemeinderat behandelt worden ist. Doch coronabedingt sei es nun zunächst in den Landkreisausschüssen gelandet. „Wir holen das aber nach“, so Kugler, der der Kreisverwaltung eine „sehr gute Vorarbeit“ bescheinigte. Freilich müsse der Gemeinderat alles „noch bewerten“, so der Gemeindechef. Kurzum: Änderungen bei der Anbindung sind durchaus noch möglich.

Tiefbauleiter Kohlmann wiedrum betonte: „Wichtig ist, dass wir keine Zeit verlieren. Wir müssen Gas geben!“ Und das dürfen seine Leute nun. Denn Umwelt-, Verkehrs- und Kreisausschuss votierten am Ende einstimmig dafür, das Erschließungskonzept zu billigen, auf dieser Grundlage die Planungen voranzutreiben und ein Ingenieurbüro zu beauftragen. Landrat Stefan Löwl soll mit der Gemeinde Röhrmoos eine entsprechende Planungs-/Ausbauvereinbarung treffen. Weiter werden laut Beschluss zusätzliche Haushaltsmittel für die Planung bewilligt. Schließlich sollen noch die Baukosten nun ermittelt werden.

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