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Alexandra Resch-Renkl befürchtet, dass die Röhrmooser Grundschule bald aus allen Nähten platzt.

Bürgerversammlung in Großinzemoos

Vertrauen in die Stadt Dachau verloren

Dass bei einer Bürgerversammlung in Großinzemoos das Thema Verkehr ausgespart wird, ist schier undenkbar. Heuer ging es um mögliche Auswirkungen des Lärmaktionsplans von Dachau auf die Durchfahrtsstraßen.

Großinzemoos– Bürgermeister Dieter Kugler zeigte den 35 Zuhörern im Brummer-Saal auf, dass aus den Entwurfsplanungen der Stadt Dachau nicht hervorgeht, inwieweit sich die Durchfahrtsverbote für Lkws auf die umliegenden Gemeinden, insbesondere auf das Gemeindegebiet Röhrmoos auswirken. Nicht nur Kugler, auch mehrere Inzemooser Bürger befürchten, dass der Lastwagenverkehr Alternativen wählt, durch diese dann die ohnehin schon stark befahrene Ortsdurchfahrt von Großinzemoos zusätzlich belastet werde.

Dass der Gemeinderat bereits beschlossen hat, dass unbedingt untersucht werden soll, wie sich Durchfahrtsverbote in der Stadt Dachau für den Verkehr in der Gemeinde Röhrmoos auswirken würde, begrüßten die Zuhörer. In der weiteren Bearbeitung soll auch eine Lösung enthalten sein, die diesem Begleitproblem im Vorfeld Einhalt gebietet. Seit der Windrad-Geschichte im Sigmertshauser Holz ist bei einer Reihe von Röhrmooser Gemeindebürgern das Vertrauen in die Stadt Dachau nämlich stark gesunken.

Dass auch das an der Ortsdurchfahrt in Höhe des Kindergartens angeordnete Tempo 30 nach wie vor Verkehrsprobleme hervorruft, zeigte Fritz Hackl auf. Die entlang des Kindergartens auf der DAH 3 parkenden Autos der Erzieherinnen würden vor allem Lkws und den landwirtschaftlichen Verkehr beim Einscheren stark behindern. Kugler versicherte, dass er das Problem mit den parkenden Autos bereits an die Kindergartenleitung herangetragen, bisher aber keine Gehör gefunden habe. „Und der Landkreis wird mit einem Halteverbotsschild erst aktiv, wenn was passiert ist“. Bei der nächsten Verkehrsschau durch die Polizei will Kugler erneut auf dieses Problem hinweisen.

In einer weiteren Wortmeldung sprach Hackl das Dämmmaterial an dem fast fertigen Kinderhaus in Röhrmoos an. Da ist laut Bürgermeister aber mit Sicherheit nicht das Material verwendet worden, das in London zur Katastrophe geführt habe.

Nachdem der Bürgermeister von dem sich in Planung befindlichen Röhrmooser Baugebiet „Bücherlweiher“ gesprochen hatte, das 140 Wohneinheiten umfasst, fragte Alexandra Resch-Renkl, ob da nicht bald die Grundschule aus allen Nähten platzen wird. Kugler glaubt nicht, dass das schon in nächster Zeit der Fall sein wird, „denn in den letzten 15 Jahren war Röhrmoos die Gemeinde mit den geringsten Zuwächsen“. Nur wenn die Schülerzahl bei vier Jahrgängen Dreizügigkeit erfordern würde, hätte man in der Tat ein Problem. Was Krippenplätze angeht, sei der Bedarf derzeit ausreichend. Im neuen Wohngebiet „Bücherlweiher“ würden vermehrt Wohnungen für Ein-und Zwei-Personen-Haushalte geschaffen, die keinen Schulplatz brauchen. Wieviel Wohnungen letztlich von Familien mit Kindern bezogen werden, sei schwer abzuschätzen.

Franz Thaler brachte das geplante Baugebiet „Drosselweg“ in Inzemoos zur Sprache. Hier sollen nördlich der DAH 3 am östlichen Ortsrand drei Einfamilienhäuser und zwölf Doppelhaushälften entstehen. Thaler fragte, ob es nicht Sinn mache, hier ein Stockwerk höher zu bauen. Das lehnt Kugler aber mit der Begründung ab, dass sowas am Ortsrand nicht passe. Anders sei dies im Gebiet „Bücherlweiher“, wo hinter dem Rathaus auch größere und höhere Mehrfamilienhäuser geplant sind.

Der Seniorenbeauftragte im Gemeinderat, Burkhard Haneke, erklärte, dass die Nachbarschaftshilfe in der Gemeinde seit zwei Jahren gute Arbeit leiste. Er ermunterte die Anwesenden deshalb, diese segensreiche Einrichtung bei Bedarf in Anspruch zu nehmen, „denn das ist etwas, was es nicht nur für Ältere gibt“.

ost

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