+
Georg Niederschweiberer appellierte an die Inzemooser, sich als Schulweghelfer zu melden.

Bürgerversammlung in Großinzemoos

Zum Schutz der Kinder ein paar Stunden opfern

Die Großinzemooser hatten wenig Kritikpunkte an der Gemeinde auf der Bürgerversammlung. Aber einige Anregungen.

Großinzemoos – Trotz der Affenhitze haben immerhin 35 Inzemooser die Bürgerversammlung im Gasthof Brummer besucht. Hier hatte Bürgermeister Dieter Kugler nach seinem 90-minütigen Vortrag ein Leichtes. Die fünf Wortmeldungen bedeuteten nämlich kaum Kritik an der Arbeit im Rathaus.

Fritz Hackl sprach die Kanaluntersuchung mit Kamerabefahrung an, die wegen des Fremdwasseranteils laut Bürgermeister Kugler ganz im Interesse der Gemeinde sei. Die Kanaluntersuchungen seien nur im öffentlichen Bereich vorgenommen worden. Falls im Hausanschlussbereich Schäden festgestellt wurden, sei das Sache der Anschließer, für eine Behebung eventueller Schäden zu sorgen.

Johann Blechl meldete sich zum Thema Verkehr. Er vermisst die roten Markierungen für Radfahrer an der Schlammerstraße. Kugler und der geschäftsleitende Gemeindebeamte Erwin Zelenka zeigten aber auf, dass das eingefräste rote Material wegen Glätte vor allem im Herbst und Frühjahr sehr gefährlich sei. Daher habe sich die Gemeinde für eine weiße Querbalkenmarkierung entschieden.

Walter Hueber beklagte die seiner Meinung nach sehr schlechte Beleuchtung in der Häuserer Straße in Inzemoos. „Hier ist es abends absolut finster, und das ist gefährlich“, so Hueber, der in den vom Bürgermeister vorgestellten Solar-Leuchten eine gute Lösung sehen würde. Zelenka will sich bei einem Ortstermin ein Bild von der Situation machen.

Der Seniorenbeauftragte in der Gemeinde, Burkhard Haneke, nannte die wild geparkten Wohnmobile auf Gehwegen ein echtes Ärgernis. „Diese Fahrzeuge stehen da, wo sie eigentlich nicht hingehören“, unterstrich Haneke und bat den Gemeindechef, die auf den ruhenden Verkehr erweiterte Verkehrsüberwachung einschreiten zu lassen. Dazu ist es laut Bürgermeister aber notwendig, dass die Gemeinde von den Bürgern entsprechende Hinweise bekommt.

Der zuvor vom Bürgermeister gelobte Elternbeiratsvorsitzende an der Röhrmooser Grundschule, Georg Niederschweiberer, sprach den Schulweghelferdienst an, der in Inzemoos grundsätzlich gut funktioniere. Niederschweiberer hat zur Zeit zehn Schulweghelfer zur Verfügung, die aber nur für die Verkehrssicherheit am Finkenweg sorgen. Weil es aber in Höhe des Gasthofes Brummer überhaupt keine Schulweghelfer mehr gibt, appellierte er an die Bürgerinnen und Bürger, zum Schutz der Schulkinder allwöchentlich ein paar Stunden ihrer Freizeit zu opfern. „Wir unterstützen das natürlich“, sagte der Bürgermeister.

Zur Bevölkerungsstruktur in der Gemeinde Röhrmoos stellte Kugler fest, dass die meisten Bürger zwischen 50 und 65 Jahre alt sind. 2018 verzeichnete man im Standesamt 51 Geburten, 2017 waren es noch 73 und heuer sind es bereits 26 neue Erdenbürger.

Finanziell geht es der Gemeinde Röhrmoos nicht schlecht, bei einem Gemeindehaushalt von 15,1 Millionen Mark. Die Pro-Kopf-Verschuldung soll entsprechend des Haushaltsplanes von 340 Euro zum Jahresbeginn auf 319 Euro zum Jahresende zurückgehen. Die Haupteinnahmen sind der Einkommensteueranteil mit 5,3 Millionen Euro und die Schlüsselzuweisung mit 1,2 Millionen Euro. Ein großer Brocken auf der Ausgabenseite sei die Kreisumlage mit 3,15 Millionen Euro.

ost

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare