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Das Tanz-Theater Ukulala begeistert jedes Jahr aufs Neue.

Zwei Tage Trubel rund ums Bürgerhaus Schönbrunn

Ein Dorffest wie kein anderes

Es war auch diesmal ein Fest wie kein anderes: mit einem bunten Programm und tausenden von Besuchern. Und das Schönbrunner Dorffest zeigt noch eins: die Verbundenheit zur Kirche.

Von Josef Ostermair

Schönbrunn – Hoch her ging es am Wochenende in Schönbrunn: Mehrere tausend Besucher belagerten dort beim zweitägigen Dorffest das Gelände rund ums Bürgerhaus. Nicht nur von der Größe, sondern auch von der Vielseitigkeit her ist dieses Fest mit keinem anderen Dorffest im Landkreis vergleichbar.

Allein das große Mitmachprogramm – größtenteils zum Nulltarif – hat hier Magnetwirkung, sowohl bei den Kindern, als auch bei den Erwachsenen. Die vielen Besucher durften sich beim Kokos-Bowling, beim Fußball-Dart oder an den Würfel- und Spickerbuden üben. Es gab sogar eine eigene Wohlfühl-Oase, wo sich vor allem die Damenwelt für Tatoo- und Nägelgestaltung einfand. Bei „Sport und Fun“ kam sogar Stepaerobic nicht zu kurz. Das Schminkeck war eine Einrichtung, in der sich in erster Linie Mädchen und Teenager wohlfühlten, während das Blumen-Angeln, die Spaß-Werkstatt und das Werkstandl eine Angelegenheit für beide Geschlechter war. Gut angenommen wurde auch das Angebot der Harley-Friends aus der Hallertau, die mit ihren „heißen Öfen“ zu kleinen Rundfahrten durch Schönbrunn einluden. Einen Blick aus 26 Meter Höhe erlaubte die Schönbrunner Feuerwehr, die mit ihrem Hubretter unentwegt Interessierte nach oben beförderte.

Der Besuch dieses Festes lohnte sich auch, was die musikalischen Darbietungen betraf. Bei freiem Eintritt gab der Röhrmooser Chor „Rohrmonists“ auf der Hauptbühne ein buntes Konzert, zusammen mit einem Gastchor, dem Frauenchor „Cantabella aus Obergriesbach. Hier wurden bekannte Lieder von Reinhard Mey, Robbie Williams, den Comedian Harmonists und der Spider Murphy Gang zu Gehör gebracht. Beide Chöre leitet Sandra Tucker-Halbfell, und für die Begleitung am Klavier sorgte Michiyo Lindermeier. Was die musikalischen Darbietungen anging, dürfen natürlich die Auftritte der Blaskapellen von Schönbrunn und Vierkirchen, der Knödl-Buam und der Partyabend mit der Band „Hot Sugar“ nicht unerwähnt bleiben. Da wurde ordentlich mitgetanzt.

Viel Beifall gab es auch für die Tanzreise der Dachauer TSV-Dancers, die Minis & Teenies aus der Narrhalle Oberschleißheim, sowie Rap & Raggae von #eigenArt. Zum Lachen brachte das Publikum „Kotzmotz“, der Zauberer.

Mit viel Leben erfüllt war an beiden Festtagen auch das Bürgerhaus samt Café, wo „Grüffelo & Grüffelo-Kind“ mit einer musikalischen Reise durch den Wald begeisterten. Auf der Hauptbühne im Freien entführte das Männer-Ballett aus Olching in die 70er-und 80-er-Jahre. Hier wurde auch das Schönbrunner Tanz-Theater „Ukulala“ gefeiert, das unter der Leitung von Riccarda Schamberger als Putzgeschwader eine gute Figur machte.

Kulinarisch hat man mit süßen Köstlichkeiten, aber auch mit einem eigenen Cocktail-Stand verwöhnt.

Das Dorffest zeigte auch das harmonische Miteinander von Behinderten und Nichtbehinderten, die gemeinsam in der Organisation und Durchführung mitwirkten. Mit dem großen Festgottesdienst kam zudem die Verbundenheit zur Kirche deutlich zum Ausdruck.

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