Jahresrechnung 2017 in Röhrmoos

Kinderbetreuung kostet Gemeinde viel Geld

Dass man es im Röhrmooser Rathaus versteht, die Gelder der Gemeinde gut zu verwalten, bestätigten die Gemeinderäte mit einem einstimmigen Ja zu der von Kämmerer Günther Reil vorgelegten Jahresrechnung 2017.

Röhrmoos Reil bemerkte, dass die Einnahmen des Verwaltungshaushalts Voraussetzung dafür sind, dass die Gemeinde ihre Aufgaben erfüllen und die notwendigen Investitionen im Vermögenshaushalt tätigen kann. Aus dem Verwaltungshaushalt konnte 2017 eine Mehrzuführung von 1,18 Millionen Euro und damit letztlich ein Betrag von 2,2 Millionen Euro dem Vermögenshaushalt zugeführt werden. Diese hohe Zuführung ist der Grund für die im Verhältnis zur Planung (2,2 Millionen Euro) geringere Minderung des Rücklagenstandes während des Jahres 2017 in Höhe von 1,17 Millionen Euro.

Die wirtschaftlich gute Lage im Land hat auch der Gemeindekasse gut getan. Was Bürgermeister Dieter Kugler (CSU) aber zu denken gibt, ist der Bereich soziale Sicherung im Vermögenshaushalt der Gemeinde, der mittlerweile 51 Prozent einnimmt. Da geht es in erster Linie um die Kinderbetreuung. „Der Anteil der Gemeinde an der Betriebskostenförderung nach dem Bayerischen Kinderbetreuungsgesetz hat sich um rund 124 000 Euro auf 796 000 Euro erhöht“, stellte Reil klar. Trotz erheblicher Investitionen in den vergangenen Jahren (Kinderhausneubau in Röhrmoos) sei ein Ende hier nicht abzusehen. So kommt Reil zu dem Schluss: „Die Entwicklungen im Bereich der Kinderbetreuung und der Abwasserbeseitigung dürfen nicht aus den Augen gelassen werden. Immer deutlicher machen sich auch die besonderen Herausforderungen für die Gemeinde Röhrmoos durch die Lage im Ballungsraum München bemerkbar.“

Während des Jahres 2017 seien ungedeckte Mehrausgaben, die über die Befugnis des Bürgermeisters hinausgehen, bereits während des Jahres durch entsprechende Beschlüsse genehmigt worden. Die Jahresrechnung 2017 schließt in den Einnahmen und Ausgaben des Verwaltungshaushalts mit 10,86 Millionen Euro ab. Im Vermögenshaushalt wurden 3,86 Millionen umgewälzt. Auch im Verwaltungshaushalt ist die soziale Sicherung mit über 2 Millionen Euro (35 Prozent) der größte Posten. Die Schulden der Gemeinde sind zum Ende des Jahres 2017 auf 2,35 Millionen Euro zurückgegangen. Darlehen wurden wie geplant im Haushaltsjahr 2017 nicht in Anspruch genommen.

ost

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