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In der Frageviertelstunde: Horst Pillhöfer zeigt mit diesem großen Bild das Grundstück mit den gefällten Bäumen und sprach von Frevel an der Natur. 

Gemeinderat Röhrmoos

Große Kritik an den Baumfällungen

Die Frageviertelstunde für Bürger vor der Gemeinderatssitzung in Röhrmoos nutzte der Ortsvorsitzende im Bund Naturschutz, Horst Pillhöfer, um das Gemeindeparlament mit Bürgermeister Dieter Kugler an der Spitze zu rügen.

Röhrmoos – Horst Pillhöfer kritisiert, dass neben der ehemaligen Metzgerei Weinsteiger, dort wo ein Ärztehaus entstehen soll, exakt 18 80- bis 150-jährige Eichen und Eschen gefällt wurden, ohne dass der Gemeinderat eine artenschutzrechtliche Prüfung durch die Untere Naturschutzbehörde veranlasste. „Diese ortsbildprägenden Bäume standen alle am Rand des Grundstücks und hätten die geplante Bebauung nicht behindert“, betonte Pillhöfer und zeigte dem Gemeinderat den durch die Fällung für die Natur entstandenen Schaden mit einem großen Foto auf.

Piller, der seit über 30 Jahren in der Gemeinde Röhrmoos lebt und sich seither stark für den Naturschutz engagiert, sagte, dass man mit der Fällung vielen Vögeln und auch Fledermäusen Lebensraum genommen hat. Ihm sei zudem aufgefallen, dass in der Lilienstraße, auf dem Gelände des ehemaligen Gasthauses Hagn und an den Ortseingängen von Röhrmoos und Großinzemoos im Laufe der letzten Jahre ohne Notwendigkeit kräftig „abgeholzt“ wurde. „So kommt es ständig zum Verlust von ortsbildgestaltenden Großbäumen“, unterstrich Pillhöfer und erklärte: „Ein Millionär aus Dachau plattelt neben dem Weinsteiger alles zu, und unser Ort wird hässlich.“

Bürgermeister Kugler hielt Pillhöfer entgegen, dass die gefällten Bäume alle auf Privatgrund gepflanzt waren und es in der Gemeinde Röhrmoos nun mal keine Baumschutzverordnung gibt. Zur Fällung seien die Zeiten für den Vogelschutz eingehalten worden. Im übrigen habe es für die Bebauung einen Vorbescheidsantrag gegeben, der positiv beschieden wurde.

Gemeindechef Kugler sei auch davon ausgegangen, dass durch die Fällung der Bäume eine gewisse Gefahr für Fußgänger und Radler genommen wurde.

Josef OStermair

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