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Rund 2200 Gläubige feierten am Wochenende die Primiz in Rudelzhofen mit. 

Primiz von Thomas Sedlmair

Großer Festtag für 2200 Gläubige

Festtag im Vier-Häuser-Ort Rudelzhofen: Dort feierte der Spätberufene Thomas Sedlmair seine Primiz. Viele hohe Gäste kamen zur großen Feier – und auch seltene.

Von Josef Ostermair

Rudelzhofen – Der kleine Ort Rudelzhofen (Gemeinde Röhrmoos) war am Wochenende das Ziel von rund 2200 Gläubigen aus dem Landkreis und darüber hinaus. Sie feierten die Primiz von Thomas Sedlmair, der am Samstag von Bischof Dr. Rudolf Voderholzer im Dom zu Regensburg zum Priester geweiht wurde. Auch dort haben den Bauerssohn aus Rudelzhofen schon zahlreiche Katholiken aus der Pfarrei Vierkirchen und der Gemeinde Röhrmoos begleitet.

Als der Primiziant am späten Nachmittag in seinen Heimatort Rudelzhofen zurückkehrte, erwartete man ihn unter einem großen Triumphbogen zum Heimatempfang. Auf dem Triumphbogen ist in großen Lettern Sedlmairs Primizspruch zu lesen, der lautet: „Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder“ (Mt 18,3). Pfarrer Peter Dietz, Dekan und Leiter des Pfarrverbandes Petershausen-Vierkirchen-Weichs, und der Röhrmooser Bürgermeister, Dieter Kugler, der von einem freudigen Jahrhundertereignis sprach, gingen auf den Neupriester zu.

Alle drei Ordensschwestern aus dem „Uatzhof“ in Rudelzhofen, die dem bayerischen Klarissen-Kapuzinerinnen in Assisi angehören, kehrten nach über 22 Jahren zu den Primizfeierlichkeiten ihres leiblichen Bruders erstmals wieder in ihre Heimat zurück. Die Freude war groß. Am gestrigen Sonntag kamen 40 Geistliche sogar bis aus Uruguay sowie eine große Schar von Ordensfrauen aus den verschiedensten Orden zur Primizmesse in den Vier-Häuser-Ort Rudelzhofen. Die Franziskanerinnen aus Schönbrunn mit ihrer Generaloberin Benigna Sirl durften da natürlich nicht fehlen.

Zusammen mit der Blaskapelle Schönbrunn und den vielen Fahnenabordnungen der Vereine zog man in einem Festzug zur Primizmesse, die in Konzelebration mit Altbischof Dr. Elmar Fischer aus Feldkirch, dem Ordensoberen Winfried M. Wermter, Primizprediger Pater Klaus Holzer, Pfarrer Peter Dietz und Pfarrer Hofmann (Regionaldekan und Stadtpfarrer von Neustadt) sowie Zeremoniar Pater Michael M. Klawikowski bei herrlichem Wetter unter freiem Himmel gefeiert wurde.

Primizprediger Holzer unterstrich, dass es für Bruder Benedikt eine große Ehre sei, mit so vielen Gläubigen die erste heilige Messe feiern zu dürfen. Er betonte, dass er keine altbackenen Ratschläge erteilen wolle, für viele in der Gesellschaft es aber an der Zeit sei, ein neues Leben zu beginnen.

So zeigte er auf, dass der heilige Benedikt, der Namenspatron des Neupriesters, den man auch den Vater des christlichen Abendlandes nennt, im Gegensatz zu vielen Menschen in der heutigen Zeit ein klares Ziel vor Augen gehabt habe, nämlich Gott zu dienen und nach Frieden zu streben, anstatt nur Konsum, Ruhm, Ansehen und Macht im Sinn zu haben. Auch weitere Heilige, die Holzer aufzählte, könnten da gute Ratgeber sein. Menschen, die nur in den Tag hineinleben, forderte Holzer zum Umdenken auf. Er übte auch leise Kritik an den Kirchenoberen, indem er feststellte, dass man neue Apostel brauche, aber keine Kirchensteuerverwalter. Der 46-jährige Primiziant Sedlmair sei als Spätberufener kein Greenhorn mehr. Das drücke allein sein Primizspruch aus.

Die Gruppe „Jugend 2000“ gab dieser Primizmesse mit rhythmischen Liedern eine besondere Note. Zuvor aber segnete Sedlmair noch die Fahnenbänder, die er dann alle an die Fahnen der 20 mitfeiernden Vereine heftete.

Mit der Primizmesse war der große Festtag aber noch lange nicht zu Ende. Nach dem gemeinsamen Mittagessen gab es Grußworte und Geschenke unter anderem von Landrat Stefan Löwl, Bezirkstagspräsident Josef Mederer, den Bürgermeistern Dieter Kugler (Röhrmoos) und Harald Dirlenbach (Vierkirchen) sowie von Pfarrer Peter Dietz.

Überwältigt von den vielen Kräften, die zum Gelingen dieses großen Festes beitragen haben, zeigte sich der Primiziant selbst, der mit einem „Vergelt’s Gott“ dankte und nicht unerwähnt ließ, dass der zwölfköpfige Primizausschuss in monatelanger Arbeit Großartiges geleistet habe.

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