Verabschiedung ehemaliger Gemeinderäte in Röhrmoos
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Verabschiedung, v.l..: Rosa Hefele-Stein, Bürgermeister Dieter Kugler, Renate Heyden-Klentzan, Emanuel Nefzger, Rosmarie Hartl, Martin Hartmann, Rita Bieringer, Otto Dörr und Ulrike Mayer-Lange. Leider konnten nicht alle ehemaligen Gemeinderäte an der Feierstunde teilnehmen. Foto: ost

Fleißig, kollegial und mit gutem Gespür

Röhrmoos verabschiedet ehemalige Gemeinderäte

  • vonJosef Ostermair
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Die Corona-Pandemie hat es lange nicht zugelassen, die elf langjährigen Gemeinderäte, die nicht mehr ins neue Rathausparlament eingezogen sind, gebührend zu verabschieden. Der Festakt wurde jetzt nachgeholt.

Röhrmoos – Bürgermeister Dieter Kugler (CSU) hat sehnlichst darauf gewartet, bis es die Staatsregierung erlaubte, dass mit maximal 100 Personen in einem Saal gefeiert werden darf.

„Wir haben sofort das Lokal reserviert und auch sofort die Einladungen verschickt“, ließ der Gemeindechef die insgesamt 51 geladenen Gäste im Brummer-Saal von Großinzemoos wissen. Er bedauerte gleichzeitig, dass die Ausscheider Gerhard Schmidbauer, Sabine Hermann und Andreas Seidenberger aus unterschiedlichen Gründen beim Festakt nicht dabei sein konnten.

Ein Zeichen der Ehrerweisung war es, dass die Nachfolger im Gemeinderat zur Verabschiedung ihrer Vorgänger kamen. Zu den Ehrengästen zählten auch die Röhrmooser Ehrenbürgerin Paula Herzinger, Altbürgermeister Hans Lingl, die stellvertretenden Bürgermeister Arthur Stein und Andrea Leitenstorfer sowie mehrere Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung.

Die meisten Dienstjahre, nämlich 36, hat Gerhard Schmidbauer (SPD) auf seinem Konto. Er war auch vorübergehend 2. Bürgermeister und Mitglied in allen Ausschüssen. Schmidbauer, der aus gesundheitlichen Gründen bei der Verabschiedung leider fehlte, sei ein Vorbild für alle, so Kugler. „Er war allzeit immer ein guter Ratgeber, er wusste, was möglich ist, war ein Realist und hatte das Gespür, was für unsere Gemeinde gut ist.“

Auf jeweils zwölf Jahre Gemeinderatsengagement bringen es Andreas Seidenberger, Otto Dörr, Renate Heyden-Klentzan und Ulrike Mayer-Lange. Nach sechs Jahren verließen Rita Bieringer, Rosmarie Hartl, Martin Hartmann und Rosa Hefele-Stein den Gemeinderat. Fünf Jahre waren es bei Sabine Hermann und Emanuel Nefzger.

Bevor Kugler mit dem Bayerischen Löwen aus Porzellan, versehen mit dem Wappen der Gemeinde Röhrmoos, die Verabschiedung vornahm, ging er auf das Gemeinderatsamt näher ein. Bei allen Entscheidungen müsse das Gemeinwohl im Vordergrund stehen. „Persönliche Einzelinteressen müssen da zurückstehen“, unterstrich er. Was die wichtigsten Entscheidungen der scheidenden Gemeinderäte anging, beschränkte sich Kugler auf Stichworte der letzten Zeit: „Da gab es Bauprojekte, auf die wir stolz sein können, wie etwa die Erweiterung der Grundschule, die Erweiterung des Burgkindergartens, den Bau des Feuerwehrhauses in Sigmertshausen, das neugebaute Kinderhaus in Röhrmoos und die sich noch im Bau befindlichen Seniorenwohnungen.“ Auch unter der Erde wurde viel gebaut: Kanäle, Druckleitungen, Pumpwerke.

Umfangreich seien die Aufgaben im gesamten Planungsbereich gewesen. Auch über verschiedene Grundstücksgeschäfte habe man beschließen müssen. Und viel Arbeit und Zeit sei in die Haushaltsberatungen investiert worden. Hinzu kommen die Mitarbeit in Arbeitsgruppen und Ausschüssen sowie Fraktionssprecherrunden, Fraktionssitzungen. Selbst die Teilnahme an der Fronleichnamsprozession und verschiedenen Vereinsfeiern, sähen Gemeinderäte eher als Pflichtaufgabe.

Wichtig sei es, so Kugler, dass auch bei unterschiedlichen Ansichten bei bestimmten Themen eine demokratische Abstimmung akzeptiert wurde. Unvoreingenommen seien anschließend die nächsten Themen bearbeitet worden. Die elf ehemaligen Kollegen hätten stets das notwendige Gespür für die freiwilligen Aufgaben einer Kommune gehabt.

Stolz ist Bürgermeister Kugler, dass sich mit der Wahl am 15. März wieder sehr junge Kräfte für die Mitarbeit im Gemeinderat entschieden haben. „Weil wir bereits wissen, dass die finanziellen Möglichkeiten mindestens für die nächsten drei Jahre sehr eingeschränkt sein werden, ist es wichtig, verantwortungsvoll mit den Steuergeldern umzugehen“, appellierte das Gemeindeoberhaupt an die amtierenden Ratsmitglieder.

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