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Bürgermedaillen-Verleihung (v.l.): Therese Mayr, Schorsch Mayr, Bürgermeister Dieter Kugler, Josef Schmid und Gattin Marina Schmid. 

Bürgermedaillen in Röhrmoos verliehen

Sepp Schmid und Schorsch Mayr stolz

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Es war festlich, als der Röhrmooser Bürgermeister Dieter Kugler bei einem Festakt im Rathaus Bürgermedaillen verlieh. Sepp Schmid und Schorsch Mayr waren gerührt und stolz.

VON JOSEF OSTERMAIR

Röhrmoos – Im Rahmen eines feierlichen Festakts vor 80 Gästen im vollbesetzten Rathaussaal hat Bürgermeister Dieter Kugler an Sepp Schmid aus Riedenzhofen und Schorsch Mayr aus Biberbach die Bürgermedaille der Gemeinde Röhrmoos verliehen. Allein die Beflaggung mit den Gemeindefahnen ließ schon von Weitem erahnen, dass es einen festlichen und freudigen Anlass gab, den Schönbrunner Bläser musikalisch umrahmten.

Dass der Rathaussaal brechend voll war, lag daran, dass nicht nur die Familien der beiden Geehrten, sondern auch eine Reihe von Honoratioren kamen. So freute sich Kugler, der seine Amtskette trug, dass Pfarrer Michael Bartmann, die Schönbrunner Generaloberin, Schwester Benigna Sirl, Ehrenbürgerin Paula Herzinger, Altbürgermeister Hans Lingl mehrere Gemeinderäte und zahlreiche Vereinsvorstände zugegen waren, als er mit seiner Laudatio begann.

Über die Ehrenordnung habe Röhrmoos ein Reglement, wie Bürgermedaillen verliehen werden. Grundlage bilde das Ehrenamt. „Das Ehrenamt ist das Salz in der Suppe unserer Gesellschaft und steht für ein Stück Lebensqualität für uns alle“, unterstrich Kugler. Er betonte, dass die Ehre, Bürgermedaillenträger zu sein, nur wenigen Personen vorbehalten sei. Schmid und Mayr seien besondere Vorbilder für ehrenamtliches Engagement.

Kugler durchleuchtete zunächst das Leben von Schmid, der 1948 in Riedenzhofen geboren ist und sich schon früh in seinem Beruf als Maler in die Dorfgemeinschaft einbrachte. Seit zwölf Jahren ist er Schwerbehindertenbeauftragter der Gemeinde Röhrmoos, als langjähriger Mitarbeiter im Franziskuswerk Schönbrunn hat er sich da wertvolles Fachwissen angeeignet.

Schmid war auch zwölf Jahre Gemeinderat in der UWG-Fraktion und in dieser Funktion in einer Reihe von Ausschüssen. Besonders am Herzen lag ihm über viele Jahrzehnte der Schützenverein von Riedenzhofen. Hier war er 25 Jahre Vorsitzender und Schützenmeister und hat besonders bei mehreren Schießstandbauten stark angepackt. Er sei sich nie für eine Arbeit zu schade gewesen.

Der „Allrounder“ habe sich viele Jahre auch um die Pfarrausflüge für Röhrmoos, Großinzemoos und Sigmertshausen gekümmert. Außerdem war er von 2005 bis 2017 Kassier des Röhrmooser Kulturkreises. Seine besonnene und ruhige Art habe ihn in der Bürgerschaft besonders beliebt gemacht. Im Schützenverein schätze man seine gesellige Art.

Kugler verhehlte nicht, dass Schmid trotz des großartigen Engagements für die Allgemeinheit ein Familienmensch geblieben ist, der große Freude an seinen Enkelkindern habe.

Beeindruckend sei auch die Lebensleistung von Schorsch Mayr, der viele Jahre mit Leib und Seele Bauer auf dem Lohauser-Hof in Biberbach war. Er habe seinen Vater im Krieg verloren und so schon als junger Mann gelernt, Verantwortung zu übernehmen. 24 Jahre gehörte Mayr dem Gemeinderat an und war so auch Mitglied in einer Vielzahl von Ausschüssen und mehreren Verbänden. Demokratie sei für Mayr immer sehr wichtig gewesen. Wichtig war ihm aber auch die Gemeindepartnerschaft mit der südfranzösischen Gemeinde Taradeau.

Geprägt habe ihn das Amt des ehrenamtlichen Schöffen am Landgericht München II, wo er es sowohl mit Kleinkriminellen als auch mit Schwerverbrechern zu tun hatte. Viele Jahre gehörte er der Kirchenverwaltung von Biberbach an. Hoch anrechnen müsse man ihm zudem die 15 Jahre, an denen er Verantwortung für den Biberbacher Wasser- und Bodenverband übernommen habe. Weitere Funktionen Mayrs waren Ortsobmann im Bayerischen Bauernverband und 14 Jahre Jagdvorstand.

Wahrlich keine leichte Aufgabe sei das Amt des Vorsitzenden im Flurbereinigungsverfahren Biberbach gewesen, wo es um die Zusammenlegung von Grundstücken, den Schutz natürlicher Lebensgrundlagen und den Hochwasserschutz ging. Die erst nach 22 Jahren endgültig abgeschlossene Flurbereinigung sei schließlich ein Gewinn für die Naherholung geworden. Grundbereitstellung für den Straßenbau und die Pflanzung von vielen Bäumen und Sträuchern habe ebenfalls zu Mayrs Lebenswerk gezählt.

Natürlich dankte der Bürgermeister den Gattinnen der beiden Geehrten mit Blumen.

Sowohl Schmid als auch Mayr waren sehr gerührt über die Ehrung, so dass ein paar Tränen nicht zu verbergen waren. Mayr ließ wissen, dass man ehrenamtlich allein mit gesundem Menschenverstand viel erreichen kann und ihm seine Frau in all den Jahren viel Halt gegeben habe. Außerdem ist er überzeugt: „Auch mein Freund, der im letzten Jahr verstorbene Altbürgermeister Sepp Westermayr, würde sich über die heutige Ehrung freuen. Ich jedenfalls bin stolz, ein Röhrmooser zu sein.“

Sowohl Mayr, als auch Schmid wünschten der Gemeinde eine erfolgreiche Zukunft, bevor es Sekt und belegte Semmeln gab und sich die Blasmusik wieder in Szene setzte.

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