Einstimmiges Votum auf der Jahresversammlung

SpVgg will Haus der Vereine umbauen

Die SpVgg Röhrmoos-Großinzemoos will Schulden machen und mit viel Eigenleistung das Haus der Vereine umbauen, damit alle Brandschutzauflagen erfüllt werden und das Gebäude wieder genutzt werden kann.

Röhrmoos – Alle 70 stimmberechtigten Mitglieder der SpVgg Röhrmoos-Großinzemoos haben sich auf der Jahresversammlung im Gasthof Brummer dafür entschieden, das vom Vorstand vorgestellte Konzept 2020 für den Umbau des Hauses der Vereine zu billigen und zugleich den Vorstand dazu ermächtigt, Kredit für diese Umbaumaßnahme aufzunehmen.

Der Vorsitzende Günter Bakomenko zeigte auf, dass die Brandschutzprobleme hauptsächlich im Dachstuhl des Gebäudes liegen. Die erforderlichen Brandschutzkosten mit Brandmeldeanlagen und Austausch von Türen und Fenstern würden laut Architekt rund 400 000 Euro verschlingen. Hinzu würden noch jährlich 5000 Euro für den Betrieb und die Wartung der Brandmeldeanlage kommen.

„Es war zu befürchten, dass unser Verein Kosten in Höhe von 200 000 bis 300 000 Euro zu tragen hätte. Jedes Mitglied hätte sich so mit einer Einmalzahlung in Höhe von 200 bis 300 Euro oder durch eine kräftige Beitragserhöhung an dieser baulichen Maßnahme beteiligen müssen,“ sagte Bakomenko – eine für Familien unzumutbare Belastung.

Nun aber haben die Ehrenvorstände Mayriedl und Herich sowie Vorstandsmitglied Steiniger ein Konzept entwickelt, das vorsieht, dass der Bürgersaal wie zu Zeiten des Sportheimbaus als Turnraum genutzt wird. Dieser Turnraum soll durch einen Vorhang teilbar sein. Außerdem sollen alle brandschutztechnisch problematischen Einbauten im Dachstuhl entfernt oder stillgelegt werden, so dass keine kostspielige Brandmeldeanlage mehr erforderlich ist.

Die Holztrennwand zwischen der ehemaligen Sportgaststätte und dem Turnraum werde entfernt und durch eine feuerfeste Wand ersetzt. Verschiedene Fenster und Türen werden ebenso ausgewechselt wie die Stahltreppe, die über den Balkon ging und als zweiter Rettungsweg diente. Es haben bereits Vorgespräche mit dem Kreisbauamt stattgefunden, bei denen signalisiert worden sei, dass das Vorhaben genehmigungsfähig sei. Gemeinde und BLSV hätten Zuschüsse in Aussicht gestellt.

Bestimmte Arbeiten sollen nach Bakomenkos Vorstellungen in Eigenleistung durch den Verein erbracht werden. Die vereinsinternen Bauexperten würden davon ausgehen, dass die Kosten des Konzepts 2020 nicht höher liegen als die zuvor geplanten Brandschutzmaßnahmen. Eine exakte Kostenschätzung und Angebote von Firmen könne man allerdings erst einholen, wenn die Baugenehmigung vorliegt und die einzelnen Baumaßnahmen exakt definiert sind.

Finanziert werden soll der Umbau durch Mieteinnahmen für die von der Vhs genutzten Räume, die höher sein werden als die derzeit gezahlten zwei Euro pro Jahr. Weiter soll die ehemalige Gaststätte an Vereine, aber auch an Privatpersonen für Feiern vermietet werden.

Die SpVgg wird laut Bakomenko einen Kredit aufnehmen, der über 20 Jahre mit gleichem Zinssatz läuft. Dieser Kredit soll am Ende der Laufzeit vollständig zurückgezahlt sein.

Der klare Auftrag der Mitgliederversammlung betrifft die Weiterverfolgung der im Konzept 2020 genannten Planungen, die Einholung des Bauantrags und Brandschutznachweises, das Einholen von Kostenschätzungen und Angeboten, die Beantragung von Zuschüssen, die Erstellung eines Finanzierunskonzeptes und Vertragsverhandlungen mit Gemeinde und Volkshochschule.

Bakomenko betonte, dass die Mitgliederversammlung eine weit in die Zukunft reichende Entscheidung getroffen habe, die die SpVgg für die Zukunft wappne und für ihre Aufgaben in einer wachsenden Gemeinde gut vorbereite. Weitere Turnräume seien für die SpVgg dringend notwendig. Bakomenko ist sich sicher, dass vom Konzept 2020 viele Abteilungen profitieren, auch durch eine mögliche Entzerrung der Sporthallennutzung.

Die Frage in der Diskussion, ob die Vhs in ihrem Wirken während der Bauphase beeinträchtigt werde, konnte Bakomenko verneinen. Natürlich kam auch die Frage nach Beitragserhöhungen, und da war vom Vorsitzenden zu hören, dass nach jetzigem Erkenntnisstand nicht damit zu rechnen sei. „Jedoch können bei der Sanierung im Bestand Überraschungen nicht ausgeschlossen werden“, erklärte er. Aus der Versammlung heraus wurde geäußert, dass der Vorstand im Bedarfsfall Beitragserhöhungen sehr wohl in Erwägung ziehen soll. Auf diese Wortmeldung hin gab es sogar viel Beifall.

Bakomenko konnte die Vereinsmitglieder auch insoweit beruhigen, dass der Verein trotz des Konzepts 2020 in der Lage sein werde, auch andere Investitionen und Reparaturen durchzuführen. „Wir haben doch schon in den letzten Jahren immer investiert, ob automatischer Rasenmäher, LED-Flutlicht, Zaun, Sitzrasenmäher oder Anhänger. Notwendige Sachen werden erledigt, und auch bei nicht vorhersehbaren Reparaturen wird die Vorstandschaft reagieren können“, versicherte der Vereins-Chef.

ost

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Große Schilder weisen jetzt auf Parkscheibe hin
In der Diskussion über die neu eingeführte Parkraumüberwachung im Parkhaus der Karlsfelder Meile hat sich etwas getan! 
Große Schilder weisen jetzt auf Parkscheibe hin
Die Lage ist ernst, aber hoffnungslos
Am Donnerstag fand an der Helios Amper-Klinik Dachau eine Werbeaktion für das Volksbegehren „Stoppt den Pflegenotstand an Bayerns Krankenhäusern“ statt. Der Termin …
Die Lage ist ernst, aber hoffnungslos
Unbekannter sprach Kind an - Polizei ermittelt
Die Polizei ermittelt in einem Fall, in dem ein Kind an der Grundschule Vierkirchen von einem Mann angesprochen worden sein soll. Dieser Fall habe jedoch nichts mit dem …
Unbekannter sprach Kind an - Polizei ermittelt
Neuer Edeka in Odelzhausen öffnet heuer nicht mehr
Die Odelzhauser müssen sich noch gedulden, bis sie im neuen Edeka-Markt einkaufen können. Die Bauarbeiten verzögern sich. 
Neuer Edeka in Odelzhausen öffnet heuer nicht mehr

Kommentare