Eine Bücherkiste und ein Kreuz übergab Dekan Reuter (links) an Stefan Hübner.
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Eine Bücherkiste und ein Kreuz übergab Dekan Reuter (links) an Stefan Hübner. Im Hintergrund (von links) Geschäftsführer Stefan Reith, Bürgermeister Dieter Kugler und Geschäftsführer Stefan Egenhofer.

20 neue soziale Seniorenwohnungen in Röhrmoos

Vorzeigeprojekt für den Wohnbau eingeweiht

Eigentlich sollte die Einweihung der 20 sozialen Seniorenwohnungen in Röhrmoos ein großes Fest mit der Schönbrunner Blasmusik und einem Tag der offenen Tür werden, doch die verschärften Corona-Auflagen haben das verhindert. Aber auch mit nur zehn geladenen Gästen erhielt die Segnung dieses größten Wohngebäudes in der Nähe des Rathauses einen würdigen Rahmen.

Röhrmoos – Bevor Monsignore Michael Bartmann von der katholischen Kirche und Dekan Felix Reuter von der evangelischen Kirche Segensworte sprachen, ergriff Landrat Stefan Löwl das Wort, der ja Aufsichtsratsvorsitzender der als Bauherr fungierenden Wohnungsbaugesellschaft im Landkreis (WLD) ist. Löwl lobte das imposante Gebäude und erklärte, dass darin neben barrierefreien und rollstuhlgerecht zugänglichen Wohnungen auch die evangelische Kirche einen Begegnungsraum für Gottesdienste und sonstige Veranstaltungen erhält und auch das Büro des AML-Pflegedienstes untergebracht ist. AML-Chefin Angelika Schaupp möchte hier das beliebte Sonnencafé abhalten, das bis dato im katholischen Pfarrheim über die Bühne ging. So sprach der Landrat von einem tollen Konzept in dem dreigeschossigen Bau.

Die WLD habe mittlerweile 472 Wohnungen geschaffen, 200 mehr als vor sechs Jahren. „Und das war nicht das letzte Projekt, denn wir wollen weiter Wohnraum für die Älteren schaffen“, so der Landrat mit etwas Stolz. Diesbezügliche Gespräche hätten auch schon mit Schönbrunn stattgefunden. Dass die WLD den Bau an der Blumenstraße termingerecht und im Kostenrahmen bleibend schon nach 15 Monaten an die Mieter übergeben konnte, freute WLD-Geschäftsführer Stefan Egenhofer, der diesbezüglich dem Dachauer Architektenbüro GHK, der Rohbaufirma Otto Reischl und allen anderen an diesem Bau beteiligten Firmen seinen Dank aussprach. Nahezu alle Aufträge erhielten Firmen aus dem Landkreis.

Die Idee kam von Bürgermeister Kugler

Wegen der kurzen Bauzeit sei es gelungen, die Geduld der Nachbarn wegen Lärm und Schmutz nicht überzustrapazieren, so Egenhofer. „Klimaneutral ist unser Gebäude leider nicht, aber wir haben versucht, hier die ersten Richtungsweiser aufzunehmen und das Gebäude mit einer 40 kWp PV-Anlage ausgerüstet. Der erzeugte Strom geht zu 100 Prozent in das Gebäude“, unterstrich Egenhofer, der sich auch bei der Gemeinde Röhrmoos bedankte, die das 1140 Quadratmeter große Grundstück für das Gemeinschaftsprojekt in Erbpacht zur Verfügung stellte. Egenhofer verhehlte nicht, dass die Idee für das Projekt von Bürgermeister Dieter Kugler kam.

Kugler, der zur Einweihungsfeier mit Amtskette erschien, ist natürlich happy über diese Einrichtung. Er freute sich, Ehrenbürgerin Paula Herzinger, AML-Chefin Angelika Schaupp, Architekt Alexander Gomula und Stefan Hübner vom Vorstand der Gnadenkirche Dachau willkommen heißen zu dürfen. Kugler nannte den Bau ein „Schmuckstück im Zentrum der Gemeinde“, das zugleich ein Vorzeigeobjekt sei.

„Auch der soziale Aspekt war uns wichtig, deshalb habe ich mit dem kaufmännischen Geschäftsführer der WLD, Stefan Reith, einige vorbereitende Gespräche geführt“, sagte Kugler, „denn ein Gebäude nur mit Sozialwohnungen wäre nicht der Nachfrage entsprechend gewesen.“ So aber sei ein Konzept entstanden, das auch der Gemeinderat gerne mitgetragen habe.

„Ich denke, das ist ein Modell der Zukunft, denn nicht alle Interessenten fallen unter den sozialen Wohnungsbau“, stellte Kugler klar. Sieben Sozialwohnungen sind von der Regierung von Oberbayern gefördert, für acht Wohnungen hat die Gemeinde Röhrmoos einen Baukostenzuschuss gezahlt. Zusätzlich sind noch fünf frei finanzierte Wohnungen geschaffen worden. 19 der 20 Wohnungen sind belegt.

Wichtig für Kugler sei der einheitliche Wohnungsstandard, „und dass eine Hausgemeinschaft entsteht“. Dazu sei der von der evangelischen Kirche verwaltete Gemeinschaftsraum ein wichtiger Mosaikstein. Dafür übergab der Bürgermeister an Dekan Reuter schon einmal einen Korb voller Gesellschaftsspiele, Bücher und CDs. Der Dekan wiederum überreichte ein Kreuz als Einzugsgeschenk.

ost

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