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Mit dem Rotary Club ins Ausland: Ana Eppert (l.) und Maximilian Ullerich (r.) waren in den USA. Norbert Göttler unnd Carola Hain-Fischer betonen die Vorteile eines Austauschs mit dem Rotary Club.

Austauschprogramm des Rotary Clubs

Ein Beitrag zur Völkerverständigung

Dachau - Jungen Menschen die Möglichkeit geben, fremde Kulturen und ferne Länder kennen zu lernen und so zur Völkerverständigung beitragen, liegt den Mitgliedern des Rotary Clubs Dachau am Herzen. Jetzt hat der Verein Jugendlichen aus Dachau und München einen Aufenthalt in den USA ermöglicht.

Ana Eppert und Maximilian Ullerich berichten nun über ihre Erfahrungen in den Staaten.

Die Austauschprojekte, für die Carola Hain-Fischer vom Rotary Club Dachau zuständig ist, sind der große Stolz des Clubs. Norbert Göttler, ebenfalls Rotarier aus Dachau und Bezirksheimatpfleger, betont aber auch: „Neben den Austauschen unterstützt der Rotary Club Dachau auch hier soziale Projekte, zum Beispiel bei der Brücke“, ein Verein, der Jugendliche unterstützt, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind.

Seit rund 25 Jahren existieren beim Rotary Club Dachau die Austauschmöglichkeiten, Jugendliche besuchten insgesamt 30 Länder auf allen Kontinenten. „Wir bieten pro Jahr etwa drei Long-Term- Aufenthalte, die ein Jahr dauern, sowie drei Short-TermAufenthalte, die bis zu drei Monaten dauern können“, erklärt Carola Hain-Fischer. Leider seien diese Angebote trotz Werbung in Schulen relativ unbekannt und deshalb oft weniger Plätze besetzt. Dabei habe die Planung über Rotary Kontakte einige Vorteile zu bieten: „Die Familie eines Teilnehmers muss bei einer Organisation über uns beispielsweise nur die Kosten des Flugs, des Visums und der Krankenversicherung übernehmen, den Rest zahlt der Rotary Club“, erklärt die Organisatorin. Damit würden Familien nur ein Drittel der Kosten einer kommerziellen Austauschbörse zahlen. Auch die einfachere Vermittlung einer Familie sei von Vorteil.

Ana Eppert, 18, aus Dachau meldete sich über ihre Schule, das Ignaz-Taschner-Gymnasium, bei Rotary für einen long-term Austausch an und verbrachte das letzte Jahr in Janesville, Wisconsin, im mittleren Westen der USA. „Mir hat es sehr gut gefallen. Es war alles sehr anders als hier, zum Beispiel die Jahreszeiten waren sehr extrem zu spüren, es gab teilweise einen Temperaturunterschied von 60 Grad zwischen Sommer und Winter“, erzählt die 18-jährige Dachauerin. Sie nahm dort am regulären Alltag teil, besuchte die Schule, fand schnell Freunde und wurde Mitglied des Schwimmvereins der Schule.

Insgesamt war sie während des einen Jahres bei drei Familien untergebracht und ist auch viel herumgekommen: „Einmal habe ich einen Ausflug in Walt Disneys Heimatstadt Marceline gemacht, dann war ich im Rahmen einer Schulfahrt in Washington DC und New York, und schließlich nahm ich noch an einer zweiwöchigen West-Coast-Tour teil, wo ich San Francisco, San Diego, den Grand Canyon und Las Vegas gesehen habe“, berichtet die Schülerin des ITG.

Maximilian Ullerich aus München verbachte seinen short-term Aufenthalt ebenfalls in den USA, allerdings war er dreieinhalb Wochen in Columbus in Ohio. „Die ersten fünf Tage nach meiner Ankunft verbrachten wir am Lake Michigan, wo die Familie ein Ferienhaus hat“, erzählt der 16-jährige. Dort segelte er mit seiner Gastfamilie und besichtigte ein ehemaliges britisches Fort.

Die restlichen zwei Wochen verbrachte Maximilian in der Schule. „Das war lustig, ich habe auch die erste Deutschstunde von meinem Gastbruder mitbekommen“, grinst der Münchner Schüler. Die Gastfamilie ist ihm sehr ans Herz gewachsen. „Mein persönliches Highlight war allerdings ein Tennis-Turnier, die Cincinnati Open. Ich spiele selbst auch Tennis, das war schon toll, da internationalen Stars zusehen zu können.“

Ana Eppert könnte sich nach ihrer langen Zeit in den Vereinigten Staaten durchaus vorstellen, später einmal dort zu leben. Auch Maximilian Eppert hat der Aufenthalt sehr gefallen. Er möchte einmal zu seiner Gastfamilie wiedersehen. Und die Mitglieder des Rotary Clubs Dachau freuen sich, mit ihrem Jugendprogramm einen Beitrag zum Kulturaustausch leisten zu können. sj

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