Rund um den Marktplatz Altomünster

Weniger Stolperfallen für Absatzträgerinnen

Es sieht schön aus und passt zum sanierten Ortskern von Altomünster. Doch für Damenschuhe ist das Pflaster am Marktplatz nicht geeignet. Nun wird nachgebessert.

Altomünster – Der Ortskern ist perfekt saniert, die ersten Maßnahmen für den Abbau von Barrieren sind vergeben. Hindernisse ganz anderer Art will der Marktgemeinderat jetzt ebenfalls beseitigen. „Unser Pflaster im Ortskern ist absolut nicht High-Heel-tauglich“, bemerkte Bürgermeister Anton Kerle mit einem Augenzwinkern am Dienstagabend im Gemeinderat. Doch selbst mit seinen Schuhen sei es fast schon gefährlich. Grund sind deutlich zu tiefe Fugen, die durch Ausschwemmungen im Großgranitpflaster entstanden sind. Das Ingenieurbüro Mayr hat deshalb vorgeschlagen, das noch vorhandene lose Material zu entfernen und mit einem druckfesten, wasserdurchlässigen und schnell abbindenden Spezialfugmörtel auszufüllen. Dies sollte um den Marktbrunnen herum geschehen und auch in der Nerb- und Kirchenstraße sowie im Altohof. Beim Marktbrunnen entstünden Kosten in Höhe von rund 4500 Euro. Im weiteren Umfeld (ca 3000 Quadratmeter) wäre ein finanzieller Aufwand von rund 50 000 Euro nötig. Weitere 16 000 Euro würden fällig mit der Sanierung der Fugen in den Granitrinnen, die für die Entwässerung zuständig sind. Vorerst einigte sich das Gremium aber erst einmal auf kleine Testflächen von etwa 100 Quadratmetern oder 20 Metern Länge. Auf Nachfrage von Martina Englmann, ob der Spezial-Fugenmörtel letztlich Sondermüll ist, will sich die Verwaltung über die Beschaffenheit Auskunft einholen.

Einstimmig einigte sich der Gemeinderat außerdem darauf, die Mini-Poller rund um den Marktbrunnen gegen ca. 80 Zentimeter hohe Poller auszutauschen. Grund: Bei Menschenansammlungen werden die Poller übersehen. So geschehen beim Christkindlmarkt.

Die Poller, von denen einer herausnehmbar gestaltet wird, kosten etwa 9500 Euro. Sie sollen in einem Zug ausgetauscht werden. „Ansonsten ist dort sofort wieder alles verparkt“, so Anton Kerle. Die neuen Poller sollen in der gleichen Granit-Ausführung geliefert werden.

Rubriklistenbild: © dpa

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