Sanierung für Brandschutz wird teuer

Dachau - Im Ludwig-Thoma-Haus muss in Sach Brandschutz nachgebessert werden. Und das wird richtig teuer.

Bei einer Feuerbeschau vor zwei Jahren waren erhebliche Mängel festgestellt im Thomahaus worden - jetzt stellt sich die Frage, mit welchem Aufwand diese behoben werden sollen. Der Bauausschuss favorisiert eine Variante, die weiterhin eine flexible Nutzung der Säle im ersten Obergeschoss ermöglicht. Doch nach ersten Kostenschätzungen kostet diese Lösung über zwei Millionen Euro. „Das sind Summen, die einem den Atem zum Stocken bringen“, sagt Gertrud Schmidt-Podolsky (CSU) in der Bauausschusssitzung. Trotzdem waren sich die Mitglieder des Bauausschusses einig, die teure Variante müsse weiterverfolgt werden.

Das vom Ingenieurbüro Heckhausen entworfene Konzept sieht vor, eine Sprinkleranlage inklusive neuem Leitungssystem in Dachaus größte Veranstaltungsstätte einzubauen. Diese Anlage ist nicht nur mit einem hohen Wartungsaufwand verbunden, sondern benötigt zudem einen Wassertank, der nach derzeitigem Stand nicht im Thomahaus selbst untergebracht werden kann.

Gegen eine um etwa die Hälfte günstigere Variante sprachen sich die Bauausschussmitglieder aus, weil dafür unter anderem die mobilen Trennwände im Obergeschoss weichen müssten. „Wenn wir die Nutzungsmöglichkeiten in unserer einzigen großen Veranstaltungsstätte weiter einschränken, dann hätte das Thomahaus keinen Sinn mehr“, argumentierte Kulturreferent Claus Weber (FW).

Die Mitglieder beschlossen einstimmig, dass die Verwaltung die Variante mit Sprinkleranlage weiterverfolgen soll. Gemeinsam mit den Brandschutzexperten soll nun ein Architekt eine konkrete Planung vorlegen.

(dg)

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