Sie bringen den Storch heim: Martin und Theresa aus Vierkirchen mit dem Wappen. foto: khr

Vierkirchner Gemeindewappen wieder aufgetaucht

Der Storch ist wieder da

Zwei Jahre lang war das fast mannshohe Schild mit dem Vierkirchner Gemeindewappen verschwunden. Am Sonntag wurde es gefunden – im Gestrüpp auf einem Grundstück in Hebertshausen.

Das Wappentier der Gemeinde Vierkirchen ist ein Storchenkopf auf blauem Grund. Ein solches Schild stand immer im Vierkirchner Kreisverkehr. Vor rund zwei Jahren war der Storch plötzlich über Nacht verschwunden – bis zum vergangenen Sonntag. Da entdeckte Monika Kölbl aus der Torstraße das Schild im ehemaligen Schustergelände in Deutenhofen inmitten von Sträuchern und Gestrüpp. Sie erkannte sofort: Das ist der Storch der Gemeinde Vierkirchen. Sie hat nämlich Verwandtschaft dort und hat bei Besuchen den Storch schon öfters gesehen, als er noch an Ort und Stelle stand. Monika Kölbl rief bei ihrer Schwester an, und die wiederum schickte sofort Sohn Martin und Tochter Theresa los, um das Vierkirchener Wappentier heimzuholen. Die beiden werden das Schild bei der Gemeinde abgeben.

Wie, wann und warum der Vierkirchner Storch nach Deutenhofen gekommen ist, ist unklar. Einen Tatverdacht gibt es bisher noch nicht. Der Storch selbst klappert nichts aus.

Schon in der Vergangenheit wurde der Storch zwei Mal gestohlen, jedes Mal ist er wieder aufgetaucht. Die Täter wurden trotz zahlreicher Hinweise aber nie geschnappt. Auch über die Beweggründe der Wappen-Stehler lässt sich nur munkeln.

Ob das Schild wieder an seiner früheren Stelle aufgestellt wird, ist fraglich. „Die Halterung für das Schild wurde mittlerweile aus ästhetischen Gründen und wegen der Sicherheit entfernt“, sagt Vierkirchens Bürgermeister Harald Dirlenbach. „Um das Wappen dort wieder aufstellen zu können, kommen auf die Gemeinde also erst einmal zusätzlich zur Restauration Kosten zu.“

Was nun mit dem Storch passieren soll, wird der Gemeinderat in nächster Zeit entscheiden. Für Täterhinweise gibt es eine Belohnung, sagte der Bürgermeister. Hinweise an die Gemeinden. 

Klaus Rabl

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