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Viele Straßen im Landkreis haben: Schlaglöcher.  

Die Schlaglöcher auf den Straßen im Landkreis Dachau

Zeit der Asphaltierer

Der Dauerfrost ist (hoffentlich) vorüber. Was sich wochenlang gut unter einer Eisschicht versteckte, macht nun so manchen Autofahrer unglücklich: Schlaglöcher. Auf zahlreichen Straßen im Landkreis hinterließen die knackigen Minusgrade aufgeknackte Asphaltschichten. Gut 3000 Kilogramm Kaltasphalt wurden heuer im Landkreis bereits allein in die Staatsstraßen eingearbeitet.

Landkreis – Michael Hindahl vom Staatlichen Bauamt Freising kennt die Schäden, die der Frost auf den Straßen hinterlässt. Er ist zusammen mit seinem Team für die Staatsstraßen im Landkreis Dachau zuständig. „Heuer haben wir massive Schäden gehabt“, weiß Hindahl. Vor allem in den Bereichen Schwabhausen, Langenpettenbach, Niederroth, Oberroth und Hebertshausen habe es viele Oberflächenaufbrüche gegeben. „Wir hatten etwa fünf Wochen Frost. Vor allem in Straßen, die stark vorgeschädigt sind, dringt die Feuchtigkeit ein und lockert den Asphalt.“

Im Landkreis sind regelmäßig zwei Streckenwarte unterwegs, die sich um die Staatsstraßen kümmern. „Entweder, sie beseitigen die Schäden selbst, oder verständigen bei größeren Löchern einen Arbeitstrupp“, berichtet Hindahl. Ein großes Problem sei Schwabhausen. Denn hier sei die komplette Ortsdurchfahrt marode. Im Frühjahr sollen deswegen kleinere Flächen herausgefräst und Heißmischgut eingefüllt werden. „Dann hat man wieder ein paar Jahre Ruhe.“

Rund 3000 Kilogramm an Kaltmischgut, das im Winter fast ausschließlich verarbeitet wird, wurden im Landkreis heuer bereits verarbeitet. Und weiteres kann folgen. „Schäden können über Nacht auftreten. Wir haben ja noch frostige Nächte. Der ein oder andere Frostschaden wird schon noch kommen.“

Auch die Kreisstraßen haben unter dem strengen Frost gelitten. Vor allem die Ortsdurchfahrt von Tandern (DAH 8) sowie die DAH 5 im Bereich Lauterbach mussten bereits ausgebessert werden, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, berichtet Thomas Singer, Leiter des Kreis-Bauhofs. Diese müssten allerdings umfassend saniert werden, die Planungen dafür liefen bereits.

In der Stadt Dachau wurden heuer mehr Aufbrüche als in den Jahren zuvor registriert. „Aufgrund des besonders starken Frosts haben wir mehr Schäden als sonst“, sagte Sprecherin Ruth Keller. Vor allem die Adolf-Hölzel-Straße, die Schleißheimer Straße stadtauswärts im Bereich der Saubachsiedlung, ein Teilstück der Roßwachtstraße sowie die Straße Im Anger in Pellheim hätten stark gelitten. „Zudem gibt es weitere punktuelle Schäden im Stadtgebiet, die nach dem Frost zu Tage getreten sind“, so Keller. Derzeit werden die Reparaturarbeiten ausgeschrieben, ab Anfang April soll die Sanierung der aufgeplatzen Straßenbeläge erfolgen.

In der Gemeinde Karlsfeld gibt es wie auch in den Gemeinden Markt Indersdorf und Weichs nach dem diesjährigen Frost nicht mehr Schäden als in den vergangenen Jahren. Und: „Der Frost ist nicht der einzige, der Schäden verursacht. Da gibt es andere Dinge auch noch“, sagt Fritz Maier aus dem Karlsfelder Tiefbauamt. Beispielsweise ein schlechter Unterbau oder einfach nur das fortgeschrittene Alter einer Straße. Um Schäden zu vermeiden, flickt die Gemeinde Karlsfeld schon vor dem Wintereinbruch bekannte Stellen. Weitere Ausbesserungen werden dann ab 1. April erledigt. In einem schlechten Zustand ist die Krenmoosstraße. Hier wird allerdings nur noch dafür gesorgt, dass sie verkehrssicher ist. Denn in Kürze steht ein Neubau an.

In der Gemeinde Petershausen werden Straßenschäden umfassend registriert, wie Bürgermeister Marcel Fauth erklärt. „Im Gegensatz zu den meisten Kommunen führen wir seit letztem Jahr ein professionelles Straßen- und Wegekataster. Dabei werden jährlich wiederkehrend sämtliche Straßenzustände aktualisiert. In einem Fünf-Jahresplan werden dann Reparaturen auf sachlicher und fachlicher Grundlage priorisiert. 2016 sind unter anderem alle Reparaturen der höchsten Priorität, nach der erstmaligen Erfassung, im Kernort abgearbeitet worden. Die erstmalige Erfassung der umliegenden Orte läuft dieses Jahr weiter und wird entsprechend integriert.“

(sue)

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