CSU schockiert: Süd-Umfahrung in weiter Ferne

Hebertshausen - Bei der Versammlung des Ortsverbandes Hebertshausen hat Altbürgermeister Johann Zigldrum die Verschiebung der Süd-Umfahrung angesprochen.

Bei der Hauptversammlung des CSU-Ortsverbandes Hebertshausen in der Vereinsgaststätte der SpVgg begrüßte der Ortsvorsitzender Clemens von Trebra-Lindenau neben 19 Mitgliedern auch den stellvertretenden Kreisvorsitzenden Stefan Handl, Altbürgermeister Johann Zigldrum, Johanne Mertl vom CSU-Bürgerforum und den Haimhauser Bürgermeister Hans-Peter Felbermeier. Besonders freute er sich, dass der CSU-Landtagsabgeordnete Bernhard Seidenath kurz vorbeischaute.

Dabei brachte aber der Hebertshauser Altbürgermeister Johann Zigldrum ein heißes Eisen zur Sprache. Aus der Zeitung habe er erfahren, dass der Bau der Nordost-Umfahrung Dachau verschoben wurde. Auf dem aktuellen Entwurf der Dringlichkeitsliste für den Straßenbau in Bayern ist das Projekt jedenfalls nicht unter jenen Vorhaben eingestuft, die der Freistaat in den kommenden zehn Jahren angehen will. Die Ostumfahrung soll also erst zwischen 2021 und 2025 gebaut werden - ohne Ostumfahrung aber auch keine Süd-Umfahrung Hebertshausen, so Zigldrum. Die Nordumfahrung soll sogar noch später ins Auge gefasst werden. In den vergangenen Jahren hätten die zuständigen Landkreispolitiker immer wieder betont, dass bis zum Jahre 2014/2015 die Nordost-Umfahrung Dachau und die damit verbundene Süd-Umfahrung Hebertshausen Wirklichkeit werden könnte. So reagierten auch die Mitglieder des Ortsverbandes mit Entsetzen und Unverständnis auf diese neue Sachlage. „Wie kann das passieren?“, fragte Hans Zigldrum also Bernhard Seidenath.

Dieser musste bekennen, dass er selbst von der neuen Lage überrascht wurde. Er habe erst vergangenen Mittwoch davon erfahren. Dabei musste er aus den Unterlagen feststellen, dass bei den Straßenbaumaßnahmen im Landkreis nur die Ortsumfahrung von Pfaffenhofen an der Glonn aufgeführt ist. Die hätte eigentlich schon längst abgewickelt sein sollen - ist es aber nicht. „Ansonsten hat der Landkreis Dachau keine einzige Maßnahme mit der Dringlichkeitsstufe 1, die zwischen 2011 und 2020 realisiert werden soll. Keine einzige!“ Seidenath zeigte sich dann kämpferisch und meinte, „dass Ding ist noch nicht beschlossen“. Im Mai sei es erst soweit, aber „dass keine einzige Maßnahme für Dachau da drin ist, kann definitiv nicht sein - und da werden wir uns auf die Hinterbeine stellen!“

Hans Zigldrum erinnerte dann an die Vorgeschichte der Umfahrung. Ursprünglich hieß es einmal, dass der Planfeststellungsbeschluss 2010 kommen sollte. „Jetzt heißt es 2020.“ In Pfaffenhofen an der Glonn würden nur 5000 Fahrzeuge auf der Staatsstraße fahren - „aber da baut der Freistaat eine Kreuzung hin“. In Hebertshausen „waren es 2000 schon rund 14 000 Fahrzeuge, heute werden es bestimmt 18 000 sein“.

(khr)

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