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Er heftete sich gleich selbst mit dran: Markus Nappert bei der Segnung der Fahnenbänder der Vereine. 

Nachprimiz von Markus Nappert

Gemeinde feiert mit dem „junga Hupfa“

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Die Nachprimiz von Markus Nappert hat zahlreiche Gläubige nach Schönbrunn gezogen. Neben der Freude über den neuen Lebensabschnitt des frisch gebackenen Priesters, herrschte aber auch Wehmut, weil er die Pfarrgemeinde verlassen wird.

Von Josef Ostermair

Schönbrunn – Rund 400 Gläubige aus dem Pfarrverband Röhrmoos-Hebertshausen haben in der großen St. Josefs-Kirche in Schönbrunn mit Markus Nappert dessen Nachprimiz gefeiert. Ein Dutzend Vereine zog zu Ehren des Neupriesters mit der Geistlichkeit und einer großen Ministrantenschar zum Festgottesdienst ein.

Der 26-jährige Primiziant, der aus der Pfarrei St. Bartholomäus in Moosach (Landkreis Ebersberg) kommt, absolvierte seinen zweijährigen Pastoralkurs im Pfarrverband Röhrmoos-Hebertshausen. Nappert wirkte als Diakon und wurde im Freisinger Mariendom von Kardinal Reinhard Marx zusammen mit zwei weiteren Weihekandidaten zum Priester geweiht.

Dass Nappert während seines segensreichen Wirkens im Pfarrverband Röhrmoos-Hebertshausen Platz in den Herzen vieler Christen gefunden hat, wurde nicht nur von seinem Lehrmeister, dem Pfarrverbandsleiter Monsignore Michael Bartmann, sondern auch von den vielen Ehrenamtlichen und Mitarbeitern in diesem großen Pfarrverband erkannt. Im August wird Nappert noch die Urlaubsvertretung im Pfarrverband übernehmen, dann führt ihn sein Weg in die Gemeinde Ampfing.

In der Predigt zur Nachprimiz betonte Bartmann, dass heutzutage von einem jungen Priester oft zu viel erwartet werde. Er soll auf die Menschen zugehen, vertrauenswürdig sein, für Alt und Jung sowie für kranke Menschen gleichermaßen zur Verfügung stehen „und am besten auch noch den Hausmeister machen“. In der Praxis werde aber jeder Priester trotz Mut und Gottvertrauen schnell feststellen, dass sich durch die Weihe nicht alles ändert.

Dass Nappert normal geblieben und durch die Weihe nicht überfromm geworden ist, sieht Bartmann auch als wichtige Eigenschaft für die Kaplanstelle, die er in nächster Zeit in Ampfing antritt. „Priesterliche Gewänder verändern nicht die Person“, so Bartmann, der auch nicht verhehlte, dass er an Kardinal Marx geschrieben habe, dass er Nappert gerne im Pfarrverband Röhrmoos-Hebertshausen behalten hätte, „aber Sie lassen ihn mir ja nicht“.

Bartmann habe Nappert als Menschenfreund erlebt und wünschte ihm daher in seinem neuen Aufgabengebiet Menschen, die ihn im Gebet begleiten, aber ruhig auch mal Kritik üben dürfen. Beeindruckt zeigten sich viele Gläubige auch von Napperts Primizspruch: „Ich bin bei euch, alle Tage, bis zum Ende der Welt.“

Nach dem feierlichen Gottesdienst fanden sich alle noch im Theatersaal der Schönbrunner Franziskanerinnen zum Mittagessen ein. Weil das Wetter mitspielte, konnten die Primizgäste, die im Saal keinen Platz mehr fanden, an Tischen im Freien untergebracht werden.

Dort überreichten Ministranten, Vertreter der Gemeinde, der evangelischen Kirche und der Franziskanerinnen kleine Geschenke. Und ganz und gar urbayrisch fiel der Glückwunsch von Pfarrer Blasius Wagner aus: „Junga Hupfa, mi gfreits das’d ofangst.“

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