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Ordensjubiläum: Zusammen mit den Geistlichen, der Ordensleitung und den Ministranten versammelten sich die Jubilarinnen zum Gruppenfoto vor dem Schloss Schönbrunn. 

Ordensjubiläum in Schönbrunn

Ein Leben im Dienste Gottes

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In Schönbrunn gab es einen besonderen Festtag: Zehn Franziskanerinnen feierten in der Klosterkirche St. Josef ihr Ordensjubiläum.

Schönbrunn – „In einer Zeit, in der die Lebensform nach den Evangelischen Räten der Armut, des Gehorsams und der Ehelosigkeit stark hinterfragt wird, geben unsere Jubilarinnen ein überragendes Zeugnis von einem Leben langjähriger Bindung an die Gemeinschaft der Franziskanerinnen von Schönbrunn“, sagte Generaloberin M. Benigna Sirl und erklärte den Festgottesdienstbesuchern: „Der heilige Franziskus war und ist unser Vorbild in unserer Lebensform nach den Evangelischen Räten, des Lebens in geschwisterlicher Gemeinschaft und des Dienstes für Menschen mit Unterstützungsbedarf.“

In den vielen Jahrzehnten, die es Schwestern in Schönbrunn gibt, haben sie mit viel Liebe und großem Einsatz mit den und für die Menschen hier gelebt und gearbeitet. Zum Ehrentag der Jubilarinnen kamen viele Verwandte bis hin zu Großnichten und Großneffen, sowie Markus Holl, der Vorstand der Viktoria-von-Butler-Stiftung und Franziskuswerk-Geschäftsführer – das betrachtet die Generaloberin als Wertschätzung gegenüber den Ordensfrauen.

Auf 70 Ordensjahre bringt es Schwester Caritas Hengl, die ihr Gnadenjubiläum feierte. Als betagte Ordensfrau lebt sie im Altenheim der Schwestern. Sie war über viele Jahrzehnte in der Versorgung der Mitschwestern in der Küche tätig, davon fast 30 Jahre im ordenseigenen Klostergut Harpfetsham.

Die Schwestern Adelberga Wiesbeck, Kosma Brunner und Domitilla Klar feierten das 65-jährige, das Eiserne Jubiläum. Sie arbeiteten früher in der Landwirtschaft, in der Küche, in der Betreuung behinderter Menschen und im Altenheim der Schwestern, in dem sie heute selbst leben.

Das Diamantene Jubiläum (60 Jahre im Orden) feierten fünf Schwestern. Schwester Fabiana Wildgruber war in ihren ersten Ordensjahren in der Malerei tätig. Die Ordens-und Finanzverwaltung war viele Jahrzehnte die Aufgabe von Schwester Heriberta Wagner und Clementine Bodmaier, Schwester Brigitta Fröschl war für die Mitschwestern im Speisesaal tätig. Die musikalisch begabte Schwester Maximiliana Hackner war langjährige Organistin und Solosängerin des Schwesternchores.

Auf 50 Ordensjahre (Goldenes Ordensjubiläum) kann Schwester Johanna Süß zurückschauen. Als gelernte Damenschneiderin trat sie ins Kloster ein, lernte zusätzlich das Herrenschneiderhandwerk, ließ sich später aber als Heilerziehungspflegerin und Heilpädagogin umschulen. So war sie viele Jahre als Leiterin im Kinder- und Jugendbereich und auch bei den Erwachsenen im Franziskuswerk tätig. Bestens bekannt ist Schwester Johanna auch als Generaloberin. Dieses Amt übte sie von 2002 bis 2008 aus. Schon seit 1990 gehört sie der Ordensleitung an. Heute leitet sie das Altenheim der Schwestern.

Monsignore Bartmann zollte der Lebensleistung der Jubilarinnen besonderen Respekt. Mit den Farben eines Regenbogens stellte der Geistliche die verschiedenen Phasen des Ordenslebens dar und zeigte, dass auch das Klosterleben nicht immer sorgen- und problemlos ist. Der Alltag erfordere Rückbesinnung auf den Ruf Gottes, „doch für das ganze Leben hat der Himmel einen Platz“. Beeindruckend war, wie die Jubilarinnen am Festtag gemeinsam ihr Ordensgelübde erneuerten.

Alters- und gesundheitsbedingt konnten leider nicht alle Jubilarinnen beim feierlichen Einzug mit Monsignore Michael Bartmann, Pater Manfred Karduk und einer großen Schar von Ministranten dabei sein.

Im Anschluss an den feierlichen Gottesdienst wurde im Theatersaal der Schwestern weitergefeiert.

JOSEF OSTERMAIR

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