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Purer Genuss: Ariane Kofler, Petra Morper am Cembalo (mit Tobias Zeitz vom Hoftheater zum Notenumblättern), Nicola Hahn und Anastasiia Tcaregorodtceva (v.l.). foto: ink

Kulturprogramm Bergkirchen

Die schönsten Werke großer Meister

Bergkirchen -Das Pfingstkonzert im Bergkirchner Kulturprogramm in der spätbarocken, prächtigen Pfarrkirche Sankt Johann Baptist ist längst Tradition. Auch dieses Jahr fand es wieder großen Anklang.

Bergkirchen – Das Pfingstkonzert im Bergkirchner Kulturprogramm bot wieder ein interessantes Programm. Die Konzertreihe hatten die Pianistin Petra Morper und die Sopranistin Janet Bens als Mitglieder des Hoftheater-Ensembles im Jahre 2010 gemeinsam ins Leben gerufen, und sie findet seitdem großen Anklang. Das Gotteshaus, das für seine ausgezeichnete Akustik bekannt ist, war restlos besetzt.

Heuer lag die Programmgestaltung bei Petra Morper (Orgel und Cembalo). Sie hatte mit Ariane Kofler (Sopran), der aus Russland stammenden Cellistin Anastasiia Tcaregorodtceva und Nicola Hahn (Block- und Querflöte) drei herausragende Solistinnen eingeladen, die in dieser Reihe zum ersten Mal zusammen auftraten. Zu hören waren Werke großer Meister von der Renaissance bis zum Barock.

Weltliche Texte und die Bindung an die Natur prägten die Musik der Renaissance, die Petra Morper als Organistin unter anderem mit Stücken von William Byrd (1543-1623) virtuos zu Gehör brachte. Dass ihr spezielles Lieblingsgebiet die Liedbegleitung ist, stellte sie einfühlsam unter Beweis, indem sie die glockenhelle, ausdrucksstarke Stimme der Sängerin Ariane Kofler mittrug und voll zur Geltung kommen ließ. Die Sopranistin ist durch ihr Wirken im Dachauer Raum zwar bekannt – genauso wie es die Münchner Flötistin Nicola Hahn es als Orchesterleiterin und Musiklehrerin ist, aber in ihren Soloauftritten in diesem Konzert kamen ihre hohe Musikalität und ihr Können voll zur Geltung. Zusammen brillierten als Höhepunkt des Abends die vier Künstlerinnen im harmonischen Zusammenspiel in „The Fitzwilliam Virginal Book“, einer Auswahl aus der berühmten Cembalo-Musik von Henry Purcell (1659-1695), dem großen englischen Komponisten.

Johann Sebastian Bachs (1685-1750) Sonate in e-Moll für Flöte und Generalbass BMV 1034 begeisterte wie auch die abschließende Kantate für Sopran Altblockflöte und Basso Continuo mit dem Titel „E gia tre volte“ des italienischen Komponisten Guiseppe Fedeli (1680-1751). Mit nicht enden wollendem Applaus bedankten sich die Zuhörer für den heiteren, musikalischen Hochgenuss.  ink

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