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Der Anfang ist gemacht, jetzt hoffen die FOS-Schüler auf gute Erträge.

Fachoberschule Karlsfeld

Die FOS und ihr Feldversuch

Karlsfeld - Die Fachoberschule Karlsfeld ist seit kurzem Pächter einer eigenen Ackerparzelle in unmittelbarer Nähe der Schule, direkt an der Würm gelegen. Bestellt wird die Parzelle von Schülern.

Zur Verfügung gestellt wurde das etwa 100 Quadratmeter große Stück Land vom Verein Dachauer Land. Nachdem Ende April das Wetter endlich besser wurde und die Bifänge eingerichtet waren, rückte die 11. Klasse der Ausbildungsrichtung Agrarwirtschaft, Bio- und Umwelttechnologie aus, um das Feld zu bestellen.

Neben Sommerblumen wurde eine ganze Reihe von Gemüsesorten mit einjähriger Wachstumszeit angepflanzt. Wie der für die fachpraktische Ausbildung zuständige Lehrer, Karl Heinz Semsch, berichtet, soll damit eine enge Verknüpfung von Theorie und Praxis hergestellt werden. Die Schüler können jetzt ganz anschaulich und praxisnah den Wachstumsrhythmus der Pflanzen verfolgen und somit das im Unterricht Gelernte in natura nachvollziehen.

Ein weiterer Schritt in diese Richtung ist das Anlegen eines Herbariums. In der fachpraktischen Ausbildung müssen die Schüler bis zum Ende des Schuljahres 15 heimische Kräuter sammeln, trocknen, und pressen und ein Herbarium erstellen. Wissenschaftlich begleitet wird dieser Lerninhalt im Fach Biologie, wo die Pflanzen mit Hilfe von Fachliteratur klassifiziert und detailliert beschrieben werden.

Um die Schüler an dieses Thema heranzuführen, wurde die Kräuterpädagogin Hildegard Riedmair engagiert, die mit der Klasse und ihren Begleitern eine Kräuterführung an der renaturierten Würmschleife nördlich der Bayernwerkstraße machte. Nicht nur Hildegard Riedmair, die besonders den nördlichen Landkreis Dachau wie ihre Westentasche kennt, war begeistert über die Flora im Karlsfelder Naturparadies, sondern auch die Teilnehmer der Führung, denen bewusst wurde, wie viele wunderbare und auch seltene Pflanzen an den Uferfluren zu sehen sind. Auch dass viele der Kräuter eine gesunde Küche bereichern können oder als Heilpflanzen ihre Verwendung finden, war den meisten nicht bekannt.

So ist beispielsweise der Giersch bei Gartenbesitzern wegen seiner starken Ausbreitung eher unbeliebt. In der Kräuterküche aber können die jungen Blätter für Salate, Gemüse, Suppen und auch für Getränke verwendet werden. Als Heilkraut wurde der Giersch früher aufgrund seiner entzündungshemmenden Wirkung bei Gicht- und Rheumabeschwerden verwendet.

Die neue Ausbildungsrichtung Agrarwirtschaft, Bio- und Umwelttechnologie startete im Schuljahr 2015/16 mit einer 11. Klasse. Kernfach ist Biologie, weitere Fächer sind Chemie, Physik und Technologie/Informatik. Es wird also ein breites Spektrum an naturwissenschaftlichen Fächern angeboten, in denen der Zugang zu Natur und Technik in idealer Weise verbunden wird.

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