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Gute Miene zum bösen Spiel: Die Liquidatoren Christine Ruschke und Robert Loders (rechts) samt Bürgermeister Richard Reischl. Mit der Auflösung verliert der Ortsteil Unterweilbach einen Teil seiner Geschichte.

Nach 90 Jahren ist Schluss

Schützenverein löst sich auf

Unterweilbach – Seit 90 Jahre hat der Schützenverein Stangengrad Unterweilbach bestanden. Nun muss der Verein aufgelöst werden, da sich keine Vorstandschaft mehr gefunden und auch das Interesse der Mitglieder am Schützenbetrieb merklich nachgelassen hat.

Bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung im Unterweilbacher Feuerwehrhaus wählten die anwesenden Mitglieder unter der Wahlleitung von Bürgermeister Richard Reischl als Liquidatoren jetzt Christine Ruschke und Robert Loders.

Der Gemeindechef erklärte, dass er es sehr schade findet, dass der Verein aufgelöst werden muss. Er sei jedenfalls gerne bereit mitzuhelfen, wenn eventuell doch einmal eine Wiedergründung beabsichtigt sei.

2. Schützenmeister Ludwig Göttler hatte die Mitglieder begrüßt. Während der Versammlung galt es auch einige Beschlüsse zu fassen. So wird unter anderem die Standarte im Schützenheim von Hebertshausen aufgestellt. Pokale und Ehrentafeln bleiben mit Einverständnis der Gemeinde im Feuerwehrhaus. Das vorhandene Kapital geht an die Gemeinde, mit der Maßgabe, dass es sofort für die Jugendarbeit der Hebertshauser Schützenvereine verwendet wird. Die Liquidatoren sollen eine sichere Aufbewahrung der Königs- und Jugendkette finden.

Die Gewehre, Auswertmaschine und das vorhandene Inventar wird der Schützengesellschaft Waldfrieden Hebertshausen für fünf Jahre überlassen. Sollte innerhalb von fünf Jahren keine Neugründung erfolgen, geht das Ganze in den Besitz der SG Waldfrieden über. Die im Feuerwehrhaus hängenden Schützenscheiben können von den Gewinnern mitgenommen werden. Ansonsten verbleiben sie mit Erlaubnis der Gemeinde im Feuerwehrhaus.

khr

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