Die Schulden schrumpfen

Pfaffenhofen - Die großen Ausgaben der letzten Jahre führten in Pfaffenhofen zu erheblichen Belastungen des Haushalts. Doch ab jetzt wird alles besser, prognostiziert Kämmerin Jasmine Reischl.

Die großen Ausgaben der letzten Jahre führten in Pfaffenhofen zu erheblichen Belastungen des Haushalts. Doch ab jetzt wird alles besser, prognostiziert Kämmerin Jasmine Reischl. Bürgermeister Helmut Zech blickt zuversichtlich in die Zukunft.

Am vergangenen Montag setzte sich der Gemeinderat von Pfaffenhofen mit dem Haushalt des laufenden Jahres auseinander. Jasmine Reischl, die Kämmerin der Verwaltungsgemeinschaft, erläuterte das mehrere hundert Seiten dicke Konvolut. Ihre wichtigste Botschaft: Der Schuldenberg hat 2011 mit rund 4,5 Millionen Euro Darlehensverbindlichkeiten seinen Spitze erreicht, seit 2012 wird er abgetragen. Ende des laufenden Jahres wird er laut Reischl auf 4,02 Millionen Euro geschrumpft sein. Und bis 2016 sollen die Darlehen gar bis auf 3,37 Millionen zurückgeführt werden.

Ursache für die Verbindlichkeiten sind die vielen Baumaßnahmen, die von der Gemeinde in den vergangenen Jahren angestoßen worden sind: die neue Kindertagesstätte, die Instandsetzung des Bürgerhaus-Rückgebäudes, die neue Kläranlage, der Aufbau eines Nahwärmenetzes, Photovoltaik-Anlagen auf gemeindlichen Gebäuden, diverse Kanalbauten oder die Verschönerungsmaßnahmen in der Pfaffenhofener Ortsmitte.

Dennoch hat die Gemeinde Rücklagen gebildet, Ende 2013 betragen sie zirka 1,94 Millionen Euro, wie Reischl berichtete. Die wichtigsten Kennzahlen für das aktuelle Haushaltsjahr lauten: Die Einnahmen und Ausgaben im Verwaltungshaushalt belaufen sich auf 3 746 423 Euro, im Vermögenshaushalt betragen sie 4 486 507 Euro. Im vergangenen Jahr wurden rund 1,4 Millionen Euro aus dem Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt übergeführt, heuer rechnet Reischl mit rund 856 000 Euro. An den Grundsteuern und der Gewerbesteuer ändert sich nichts.

Die wichtigsten Einnahmequellen sind heuer die Gewerbesteuer mit 1,2 Millionen Euro und der gemeindliche Einkommenssteueranteil von fast einer Millionen Euro. Die diversen Gebühren summieren sich auf 526 000 Euro, die Zuweisungen von Bund und Land addieren sich auf immerhin rund 224 000 Euro. Den größten Ausgabenposten bilden die Kreisumlage mit 693 000 Euro und Personalkosten mit 685 000 Euro. Die Sach- und Betriebsausgaben schlagen mit 537 000 zu Buche. Im Vermögenshaushalt bilden Abwasser und Gewerbegebiet die größten Posten bei den Einnahmen (1,2 Millionen Euro) wie bei den Ausgaben (978 000 Euro). Für zirka 571 000 Euro will die Gemeinde zudem neue Grundstücke erwerben.

Besonders freuen kann sich der VfL Egenburg: Er erhält für sein neues Vereinsheim einen Zuschuss von 200 000 Euro; der Betrag wird in den kommenden zwei Jahren ausgezahlt. „Trotz der Schulden stehen wir solide da“, bewertete Rathauschef Helmut Zech die Zahlen; er sprach von einem absoluten Top-Ergebnis: „Wir können zuversichtlich in die Zukunft schauen.“

Horst Kramer

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