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In der Schule den Horror eines Disco-Unfalls durchlebt

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Zum Glück kein Ernst: die Einsatzkräfte bergen ein Unfallopfer. Foto: pz
Zum Glück kein Ernst: die Einsatzkräfte bergen ein Unfallopfer. Foto: pz

Indersdorf - Ein Aktionstag der Bayerischen Landeszentrale für Gesundheit am Indersdorfer Gymnasium führte Schülern der zehnten Klasse den ganzen Horror eines Disco-Unfalls vor Augen.

Die Zahlen der aktuellen Unfallstatistik des Bayrischen Innenministeriums belegen: Die meisten Verkehrsunfälle in Bayern werden von Fahrern im Alter zwischen 18 und 24 Jahren verursacht. Viele davon geschehen auf dem Hin- oder Rückweg zu oder von einer Disco. Im Zeichen der Prävention gegen Alkohol und Unachtsamkeit im Straßenverkehr, nahm die zehnte Jahrgangsstufe des Gymnasiums Markt Indersdorf an dem Projekt „Disco-Fieber“ der Bayerischen Landeszentrale für Gesundheit teil.

Der Aktionstag setzte sich aus zwei Teilen zusammen. Im ersten, theoretischen Abschnitt stellten Vertreter der Freiwilligen Feuerwehr Markt Indersdorf, des Bayrischen Roten Kreuzes Dachau, der Notfallseelsorge und der Dachauer Polizei kurz die Einrichtungen und deren Tätigkeitsbereich vor. Anschließend berichteten sie von ganz persönlichen Erfahrungen, die sie im Laufe ihrer Einsätze gesammelt hatten. Die Schüler lauschten gebannt und schienen die Botschaft hinter den bewegenden Geschichten zu verstehen: „Kein Alkohol oder Leichtsinn hinter dem Steuer.“ Diese Aussage wurde auch durch Kurzfilme unterstrichen, die zwischen den Vorträgen der verschiedenen Referenten gezeigt wurden.

Nach dem theoretischen Teil der Veranstaltung, folgte die spektakuläre Praxis: Vor dem Haupteingang des Gymnasiums stellten die Rettungskräfte den Einsatz bei einem Verkehrsunfall nach. Zwei Schüler der Jahrgangsstufe erklärten sich dazu bereit, als fiktive Unfallopfer in einem alten Seat auszuharren. Schritt für Schritt wurde dann das Vorgehen der Feuerwehr, der Polizei und des Roten Kreuzes in einer Notfallsituation demonstriert. So bekam beispielsweise die Schülerin auf dem Beifahrersitz eine Halskrause verpasst, während der Schüler, der hinter dem Steuer Platz genommen hatte, professionell von der Feuerwehr aus dem Wagen herausgeschnitten wurde.

Besonders ehrenswert: Alle Einsatzkräfte nahmen freiwillig an dem Aktionstag teil, um das Unfallrisiko unter den jungen Menschen zu verringern. pz

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