Erste Wahl? Ting Yang und Agnes Kokai könnten in Anröchte eines der beiden Schwabhauser Doppel bilden. Foto:

TSV Schwabhausen ist für das Duell der Aufsteiger gerüstet

Schwabhausen - TSV-Tischtennis-Trainer Alex Yahmed muss nur einen kurzen Blick auf die Tabelle werfen, um die Bundesliga-Partie am morgigen Sonntag beim TTK Anröchte richtig einschätzen zu können.

Der Mitaufsteiger aus Ostwestfalen steht ab 14.30 Uhr im Heimspiel gegen den Liga-Neuling aus dem Dachauer Hinterland gewaltig unter Zugzwang, er muss nach bislang drei Unentschieden sowie sieben Niederlagen als Schlusslicht unbedingt den ersten Saisonsieg einfahren, um den Kontakt an das untere Mittelfeld wieder herzustellen.

„Wir hingegen haben keinen großen Druck“, stellt Yahmed klar, „wenngleich meine Mannschaft natürlich mit einem Punkt einen großen Schritt in Richtung rettendes Ufer unternehmen könnte.“

Der Schwabhauser Coach hat vielmehr im Hinterkopf, dass im weiteren Saisonverlauf noch die Duelle mit der DJK TuS Essen-Holsterhausen, dem MTV Tostedt (in der ersten Serie jeweils 5:5) und SV Böblingen (3:6) folgen werden. „Auch in diesen Spielen haben wir die Chance zu punkten, so dass wir selbst bei einer Niederlage in Anröchte noch alles in eigener Hand hätten.“

Das 5:5-Unentschieden am vergangenen Spieltag beim TTSV Saarlouis-Fraulautern hat das Selbstvertrauen von Di Bao, Sabine Winter, Ting Yang und Kathrin Mühlbach nochmals in die Höhe getrieben.

Die „Remis-Königinnen“ der Liga mit vier Punkteteilungen wären deshalb gar nicht einmal unzufrieden, wenn auch aus Anröchte ein Zähler mit auf die 600 Kilometer lange Heimfahrt genommen werden könnte.

Seit Donnerstag bereitet sich das TSV-Team unter der Leitung von Alexander Yahmed gewissenhaft auf das zweite Rückrundenspiel vor. Heute wird in aller Ruhe die Autofahrt in Angriff genommen, „damit die Spielerinnen morgen ausgeruht an die Tische gehen können.“

An das Hinspiel denkt der Schwabhausener Coach mit gemischten Gefühlen zurück. Auf der einen Seite präsentierten sich Di Bao und Ting Yang mit zwei Einzelerfolgen in einer herausragenden Form, doch wieder einmal gelang es nicht, in den Doppeln zu punkten. Winter/Mühlbach waren chancenlos, während Yang an der Seite von Agnes Kokai nach fünf Durchgängen verlor.

Apropos Kokai: Die Ungarin wird, so viel verriet Yahmed schon vor der Abfahrt, im Einzel nicht spielen. Im Doppel ist sie allerdings eine echte Alternative, zumal die Kombination Yang/Kokai im bisherigen Saisonverlauf zu überzeugen wusste.

In welcher Aufstellung das Schlusslicht antreten wird, ist noch offen. In beiden bisherigen Rückrundenpartien fehlte die TTK-Spitzenspielerin An Konishi. Manager Manfred Vogel sprach von einem „schwebenden Verfahren“, zu dem er sich nicht äußern wolle. Trotz der dadurch entstandenen Unruhe sei die Stimmung im Team weiterhin gut. (mast)

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare