Nach dem Eklat beim Jugendfußballturnier

Gewalttätige Eltern stehen jetzt vor dem Sportgericht

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Nach der Schlägerei zwischen Eltern bei einem E-Jugend-Spiels in Schwabhausen leitet der Fußballverband jetzt in Verfahren gegen mehrere Personen ein. 

Schwabhausen/Indersdorf/Petershausen – Es gibt Ergebnisse des Krisengesprächs am Donnerstagabend in Petershausen: Nach der Schlägerei am Rande eines E-Jugend-Spiels beim TSV Schwabhausen  sieht der Sachverhalt inzwischen etwas anders aus als ursprünglich dargestellt. So liegt die Schuld wohl nicht allein bei einem Spielervater aus Petershausen. „Es wird gegen Personen aus beiden Vereinen ein Verfahren eingeleitet“, erklärte Bernhard Slawinski vom Bayerischen Fußballverband (BFV). Und zwar sportgerichtlich. Darüber hinaus dürfte aber auch zivilrechtlich ermittelt werden.

„Wir gehen grundsätzlich sehr konsequent vor. Wir fahren eine Null-Toleranz-Politik was Gewalt und Rassismus betrifft“, so Slawinski. So seien nach den näheren Recherchen des Verbandes „mehrere Personen an den Gewalthandlungen beteiligt gewesen“. Das bedeutet, es wird auch im Indersdorfer Umfeld ermittelt.

Jugendleiter Sven Rössner muss also nochmal recherchieren. „Es sind neue Punkte aufgekommen, die ich abarbeiten muss.“ Denn in einer Stellungnahme hatte der Verein zunächst die Schuld von sich gewiesen: „Der TSV Indersdorf wird intern keine Maßnahmen anstrengen, da der Spielervater mit seinem Mäßigungsappell wie auch der Trainer durch das Trennungseingreifen richtig gehandelt haben.“ Ob das tatsächlich so stimmt, muss nun herausgefunden werden. Dabei hilft auch die Polizei. Sie ermittelt nach eigenen Angaben gegen vier Personen aus beiden Vereinen.

Mit dem aggressiven Vater aus Petershausen, der laut Slawinski aus beruflichen Gründen nicht an dem Abendgespräch teilnehmen konnte, ist bereits im Vorfeld gesprochen worden. „Der Vater hat von uns auf unbestimmte Zeit Platzverbot erhalten“, sagt Daniel Lettmair, Fußballabteilungsleiter des SV Petershausen. Der Mann habe sich einsichtig verhalten und kooperiert. Das Kind dürfe also weiterspielen. Bei Heimspielen sieht Lettmair kein Problem, das Zutrittsverbot kontrollieren zu können. „Wir haben den Vater gebeten, auch bei Auswärtsspielen nicht zu kommen. (…) Das hat er klar verstanden.“ Die Mutter dürfe ihren Sohn zu den Spielen begleiten.

Es gibt aber auch eine gute Nachricht in der Sache: Ex-Nationalspieler Jimmy Hartwig wird im Herbst ein Abendtraining für die beteiligten Kinder abhalten, „um ihnen wieder den Spaß am Fußball zu vermitteln“, erklärt Verbandsmann Slawinski. „Am schönsten wäre es natürlich, wenn das in Schwabhausen stattfinden könnte.“ Lediglich die direkt an der Schlägerei Beteiligten sollen an dem Abend nicht auf dem Rasen stehen. „Das würde für mich keinen Sinn ergeben. Aber vielleicht überzeugt mich ja jemand vom Gegenteil“, sagt Slawinski.

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