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Hubert Mayr-Schütz wurde nur 71 Jahre alt.

Bekannter Schreinermeister gestorben

Arnbach trauert um Hubert Mayr-Schütz

Eine große Trauergemeinde nahm auf dem Arnbacher Friedhof Abschied von Hubert Mayr-Schütz, der im Alter von 71 Jahren gestorben ist.

Arnbach – Bevor der Verstorbene im Familiengrab seine letzte Ruhestätte fand, blickte Pfarrer Wagner in seinem Nachruf beim Trauergottesdienst auf das ausgefüllte Leben des bekannten Schreinermeisters zurück. Hubert Mayr-Schütz wurde 1948 als Sohn von Josef und Luitgard Mayr-Schütz in Arnbach geboren und wuchs dort zusammen mit seinem älteren Bruder Volker Mugler auf. Nach der Volksschule besuchte er die Wirtschaftsschule Sabel und begann anschließend im elterlichen Betrieb eine Schreinerlehre, der sich mehrere Gesellenjahre anschlossen. 1974 legte er die Meisterprüfung ab und durfte sich fortan Schreinermeister nennen.

Im gleichen Jahr heiratete er seine Renate und bekam mit ihr die beiden Söhne Thomas und Stefan. Nach dem frühen Tod des Vaters musste er schon in jungen Jahren die Verantwortung für die elterliche Schreinerei übernehmen, die er zu einem erfolgreichen Handwerksunternehmen ausbaute und über die Landesgrenzen hinaus bekannt machte.

Zeit seines Lebens war er frühmorgens der Erste beim Aufsperren, und der letzte Gang des Tages führte ihn durch seine Schreinerei. Unterstützung fand er dabei immer in seinen zuverlässigen Mitarbeitern und seinem Sohn Thomas, der 2019 die Nachfolge angetreten hat.

Neben der Arbeit galt seine Leidenschaft dem Fußball. In seiner Jugend war er Torwart beim TSV Arnbach, später ein begeisterter Zuschauer, der seine Mannschaft immer lautstark anfeuerte. Gerne verfolgte er die Spiele seines TSV, aber auch die Partien des FC Pipinsried. Auch für das Tennisspielen interessierte er sich und war 1977 Mitbegründer der Arnbacher Tennisabteilung. Er liebte die Berge und war bis vor einigen Jahren mit seiner Familie häufig beim Skifahren. Begeistern konnten ihn sportliche Autos. Gerne war er „on the road“, denn dabei konnte er gut abschalten.

Kurz vor seinem 70. Geburtstag, den er noch mit all seinen Freunden groß feierte, erhielt er die schlimme Diagnose: Krebs. Trotzdem hat er in all der Zeit nie seinen Optimismus und seine Fröhlichkeit verloren, sondern ging hoffnungsvoll und voller Lebensfreude weiterhin seinen Weg.

Weihnachten und Silvester 2019 konnte er noch zuhause erleben, bis er dann Anfang des neuen Jahres wieder ins Krankenhaus nach Gauting musste. Dort ist er dann im Beisein seiner Familie am 14. Januar friedlich eingeschlafen. Auf seinem letzten Weg begleitet wurde Hubert Mayr-Schütz von zahlreichen Freunden und auch von Abordnungen des TSV Arnbach und des Krieger- und Soldatenvereins, die Kränze niederlegten und in ihren Grabreden ihr Bedauern über den Verlust des geschätzten und langjährigen Mitglieds zum Ausdruck brachten.

Umrahmt wurde die Trauerfeier mit Musik der Blaskapelle Indersdorf, die zum Böllersalut auch den „Guten Kameraden“ vortrug.

ela

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