Menschen stehen in einer Reihe. Vor ihnen ein Mann mit einer Maschine
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Dankbar für die Hilfen: Zuletzt finanzierte Pfarrer Inje (stehend links) Augenuntersuchungen durch ein mobiles Ärzteteam.

Augenuntersuchungen dank Spenden

Ehemaliger Schwabhausener Pfarrer berichtet über Hilfsprojekt in Indien

Der ehemalige Pfarrer Dr. Paul Inje ist in seine ehemalige Pfarrei Schwabhausen gereist. Bei dieser Gelegenheit bedankte er sich für die zahlreichen Spenden, die in seiner Heimat Indien viel bewirkt haben.

Schwabhausen – Trotz der Corona-Pandemie musste Pfarrer Dr. Paul Inje in diesem Frühjahr persönlich nach Deutschland reisen. Bei dieser Gelegenheit wollte er auch mal wieder Schwabhausener Luft schnuppern und sich „in der alten Heimat“ für die erfahrene Hilfe bedanken. Die zweiwöchige Quarantäne, der er sich nach seiner Ankunft unterziehen musste, nutzte er für zahlreiche Telefonate und für einen Bericht über die Verwendung der erhaltenen Spenden.

Als Erstes führt er die laufenden Patenschaften an, durch die einzelne Kinder und Jugendliche mit 25 Euro monatlich die Möglichkeit bekommen, eine gute schulische sowie berufliche Ausbildung zu erhalten. Des Weiteren hat er seit fast einem Jahr die Unterstützung von 15 bedürftigen Familien im nahegelegenen Dorf Pinakadimi ins Leben gerufen. Es werden für sie Lebensmittel, medizinische Versorgung, Kleidung und Bildungsmöglichkeiten wie Schulgeld und Lehrmaterial für die Kinder zur Verfügung gestellt. Jeden Sonntag gehen seine Seminaristen in dieses Dorf, um mit den Kindern und Jugendlichen zu spielen, Nachhilfe zu geben und sie auch zum Glauben und zu moralischen Werten hinzuführen.

Seit sechs Jahren leitet Pfarrer Inje nun das Knabenseminar, und vor Kurzem errichtete er dort zusammen mit den Seminaristen eine 1200 Meter lange Straße, um bei schweren Regenfällen eine Befahrbarkeit des Geländes zu gewährleisten. Dazu wurde noch seitlich ein kleiner Schutzwall errichtet, um giftige Schlangen abzuwehren.  

An den Sonntagvormittagen kommen regelmäßig rund 25 Leute aus dem Dorf zur heiligen Messe in die Kapelle des Knabenseminars. Zudem hat er bereits zweimal ganztägige Augenuntersuchungen durch eine mobile Augenklinik mit drei Augenärzten, sechs Helfern und drei Optikern organisiert und finanziert. Beim ersten Mal wurden 200 Leute aus der Umgebung untersucht und für 100 Personen Brillen sowie für 25 Leute eine Augenoperation bezahlt. Beim zweiten Mal gab es nochmals 150 Untersuchungen wobei 90 Personen eine Brille und 20 eine Operation erhielten.

Genauso wie in Deutschland steigen nun auch die Infektionszahlen in Indien wieder an und somit werden erneut die Lebensbedingungen besonders für die notleidende Bevölkerung sehr schwer.

Pfarrer Dr. Paul Inje ist deshalb sehr dankbar für die aus Schwabhausen und Umgebung erwiesene finanzielle Hilfe, aber auch für die persönlichen Begegnungen, die er unter Einhaltung der Hygienevorschriften machen durfte. Durch die Unterstützung kann er auch künftig vielen bedürftigen Menschen helfen und ihnen neue Lebensperspektiven ermöglichen. Wer die Hilfsprojekte von Pfarrer Inje mitfördern möchte, kann dies mit einer Spende tun. Bei Überweisungen auf das Konto von Missio München bei der Liga Bank IBAN DE 96 75090300 0800080004 mit dem Verwendungszweck „Nr. 55118, Paul Inje, Eluru“ wird eine Spendenbescheinigung ausgestellt. Wird keine Spendenquittung benötigt, kann auch auf das Konto von Dr. Paul Inje bei der Volksbank Raiffeisenbank Dachau, IBAN DE 69 70091500 0003409597 eingezahlt oder überwiesen werden. Wer eine Patenschaft für ein indisches Kind übernehmen möchte, kann sich direkt bei Pfarrer Inje unter Telefon 00 91/95 53 19 04 46 informieren.

Gelegenheit zu einem persönlichen Gespräch mit Pfarrer Inje bestand auch am Sonntag nach dem Gottesdienst, den er in der Pfarrkirche St. Michael in Schwabhausen feierte.

von Edeltraud Lachner

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