Laster auf enger Straße
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Unübersichtlich und eng ist die Straße beim Montessorikinderhauses in Arnbach, auf der oft große Lkws unterwegs sind.

Schwabhausens Bürgermeister Wolfgang Hörl will wegen Tempo 30 nachhaken

Besondere Gefahr am Montessori-Kinderhaus

  • Torge Wester
    vonTorge Wester
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Polizei und Landratsamt haben zwar in der Vergangenheit keine Notwendigkeit gesehen, in Arnbach auf Höhe des Montessori-Kinderhauses eine Geschwindigkeitsbeschränkung einzuführen. Doch die Gemeinde Schwabhausen will dran bleiben und jetzt in Person von Bürgermeister Wolfgang Hörl beim Staatlichen Straßenbauamt vorstellig werden. Denn man sehe eine besondere Gefahrensituation an dieser Stelle.

VON TORGE WESTER

Schwabhausen/Arnbach - In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde ein Antrag des 2. Bürgermeisters Florian Scherf behandelt, der gefragt hatte, welche Schritte die Verwaltung unternommen habe, um auf Höhe des Montessorihauses an der Staatsstraße 2054 eine Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer zu erreichen. Zumindest zu den Betriebszeiten des Kinderhauses sei das an dieser unübersichtlichen Engstelle wichtig.

In der Tischvorlage der Sitzung informierte die Verwaltung, dass man bereits 2017 eine Prüfung sämtlicher Kitas im Gemeindegebiet durch die Polizei beantragt habe. Anlass war die damalige Einführung der „Tempo-30-Regelung vor Schulen und Kindergärten“ in der Straßenverkehrsordnung. Bei der Verkehrsschau im Mai 2018 habe die Polizei dann mündlich mitgeteilt, „dass die Prüfung sämtlicher Kreis- und Staatsstraßen im Landkreis durch das Landratsamt Dachau abgeschlossen ist und alle umsetzbaren Maßnahmen bereits realisiert wurden“.

Arnbach war also nicht dabei. Zwar konnte die kommunale Verkehrsüberwachung an der Indersdorfer Straße auf Höhe der Einmündung Klosterweg keine Verstöße gegen die hier zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometer feststellen, doch weder Hörl noch Scherf wollen schon aufgeben. Kindergarten- und Schulkinder würden an der schlecht einsehbaren Stelle ohne gesicherten Überweg die Straße überqueren, das sei eine besondere Situation, argumentiert Florian Scherf – auch wenn oder gerade weil es sich um eine klassische Ortsdurchfahrt handle.

Das sieht der Gemeindechef genauso, Wolfgang Hörl sprach von einem „besonderen Schutzbedürfnis von Kitas“ und ließ sich per 21:0-Abstimmung vom Gemeinderat damit beauftragen, beim Staatlichen Straßenbauamt noch einmal nachzuhaken.

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