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Eine Frau beugt sich über einen Mann im Rollstuhl.
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In Schwabhausen soll bald ein Betreutes Wohnen entstehen.

Gemeinderat stimmt Nutzung zu

Bald Betreutes Wohnen in Schwabhausen

  • Torge Wester
    vonTorge Wester
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In Schwabhausen soll es bald ein Betreutes Wohnen geben. Laut dem Gemeinderat ist das in den beiden großen Gebäuden östlich des Bahnhofs vorgesehen.

Schwabhausen – In die beiden großen Gebäude, die in Schwabhausen östlich des Bahnhofs auf der anderen Seite der Gleise geplant sind, wird auch Betreutes Wohnen einziehen. Entsprechenden Planungen des privaten Investors gab der Gemeinderat jetzt grünes Licht. Es herrschte eitel Freude darüber, dass sich endlich ein Objekt gefunden hat, in dem Betreutes Wohnen angeboten werden soll. „Das ist der ideale Standort“, sprach Simon Sedlmair von den Freien Wählern wohl allen Kollegen aus der Seele. Denn das Gremium votierte am Ende einstimmig für die Formulierung, dass die Schaffung von Betreutem Wohnen im Erdgeschoss der beiden Gebäude bindend sei.

Die sowohl vom Investor als auch Gemeinderäten gewünschte Wohnform weicht von der ursprünglich vorgesehenen gewerblichen Nutzung im Erdgeschoss ab. Allerdings nicht allzusehr, denn ein Anbieter für Betreutes Wohnen, den man suchen werde, entspreche irgendwo auch einer gewerblichen Nutzung. Mit dieser Interpretation von Bürgermeister Wolfgang Hörl können die Gemeinderäte leben.

Die Architekten Georg Hillreiner (CSU-Gemeinderat aus Schwabhausen) und Maximilian Pfaffinger aus Dachau sowie von Investorseite Florian Rothenfußer stellten die aktuellen Planungen im Gemeinderat vor. Demnach sind nach wie vor zwei massive Baukörper mit dreieinhalb Vollgeschossen sowie einem erdgeschossigen Verbindungsbau vorgesehen. Offene sogenannte „Laubengänge“ sollen auf den Etagen für Begegnung sorgen, denn den Planern ist die „Begegnung von Alt und Jung“ wichtig. Die Wohnungen im Erdgeschoss sollen komplett barrierefrei und behindertengerecht eingerichtet werden, damit eben Betreutes Wohnen dort möglich ist. In den anderen Geschossen soll es Wohnungen unterschiedlicher Größe geben. Der flache Zwischenbau ist einem Gastro-Betrieb vorbehalten, der nach einem Vorschlag von 2. Bürgermeister Florian Scherf auch in den Abendstunden geöffnet haben sollte. „Etwas für die jungen Leute“ wäre das, und das fehle ja in Schwabhausen gerade.

Das finden auch der Investor und die Planer sinnvoll, einzig die Umsetzung werde spannend, denn: „So hart es auch klingen mag, aber wir finden niemanden, der in Schwabhausen eine Gastro eröffnen will.“ Man werde aber dranbleiben.

Weiter sehen die Pläne eine Zufahrt über das Baugrundstück mit einer Abfahrt zu einer Tiefgarage im südlichen Bereich vor. Das sei etwas unglücklich, kritisierte Sven von Kummer (Bürgerblock Arnbach). Es sei „nicht so optimal, dass die Autos die Häuser entlang fahren und um den Spielplatz herum, um zur Tiefgarage zu kommen“. Architekt Hillreiner erklärte aber, dass die Tiefgaragen- und Zufahrtssituation nicht anders zu lösen sei. Vereinzelt wurden auch ob der Höhe der Gebäude leise Zweifel geäußert, mit drei Vollgeschossen und einem Dachgeschoss, das penthouse-mäßig ausgebaut werden soll. „So etwas haben wir noch nicht im Ort“, fand von Kummer. Da widersprach der Gemeindechef, denn die Dimensionen entsprächen etwa jenen der Baukörper auf dem Volksbank-Grundstück in der Ortsmitte. Und auch in Bahnhofsnähe sei das vertretbar.

Leise Kritik äußerte Florian Scherf daran, dass man überhaupt nicht wisse, ob, wie ursprünglich erdgeschossig vorgesehen, Bedarf an Gewerbe vorhanden sei. Die CSU habe vor zwei Jahren den Antrag gestellt, ein entsprechendes Gutachten in Auftrag zu geben, „was aber nie passiert ist“. Das sei schade, weil es jetzt weiterhelfen würde. Weiterhelfen konnte aber auch hier der Bürgermeister. Hörl berichtete, dass er laufend Anfragen für große Gewerbebetriebe erhalte, aber er habe noch keine einzige für ein Ladengeschäft bekommen. Da sei einfach kein Bedarf da.

Gut kam im Gemeinderat im Übrigen an, dass sich der Investor bereit erklärt hat, eine gewisse Anzahl von öffentlich nutzbaren Park&Ride-Stellplätzen auf der der Bahn zugewandten Seite – die privaten Stellplätze sollen, um Zwist zu vermeiden, auf der anderen Gebäudeseite geschaffen werden – zu ermöglichen. Denn die Fläche wird derzeit ja schon teilweise als Park&Ride genutzt, so dass einiger Parkraum wegfällt. Auch, wenn er eigentlich ja nur inoffiziell und gewohnheitsmäßig genutzt wird.

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