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Begehung : v.l.: Hermann Krusch, Anton Hassmann, Florian Scherf, Raymond Simon (VdK Schwabhausen), Peter Aigner und Irmi Battermann (Nachbarschaftshilfe Schwabhausen), dahinter Josef Baumgartner, Wolfgang Hörl und Peter Aigner. 

Zum zweiten Mal

Ortsbegehung mit Bürgermeister - auf der Suche nach Barrieren in Schwabhausen

Um das seniorenpolitische Gesamtkonzept in Schwabhausen umsetzten zu können, ist Bürgermeister Josef Baumgartner bei einer Ortsbegehung auf der Suche nach Barrieren gewesen.

  • In Schwabhausen soll bald das seniorenpolitische Gesamtkonzept umgesetzt werden. 
  • Dafür ist Bürgermeister Josef Baumgartner mit einigen Verantwortlichen die Gemeinde abgegangen. 
  • Sie waren dabei auf der Suche nach Barrieren.

Schwabhausen – Das Wetter hat nicht so mitgespielt wie gewünscht. Die zweite Begehung in Schwabhausen, die im Rahmen des seniorenpolitischen Gesamtkonzepts veranstaltet wurde, fand erneut bei strahlendem Sonnenschein statt.

Einsetzende Dunkelheit, Schneematsch und am besten auch noch ein Mülltonnen-Entleerungstag sind als ideale Voraussetzungen nur bedingt terminlich so zu koordinieren, will man dazu auch noch weitere wichtige Ansprechpartner einladen.

Dieses Mal haben sich die Bürgermeister Josef Baumgartner und Wolfgang Hörl mit dem Sozialreferenten Florian Scherf, der Seniorenbeauftragten Gisela Hahn-Collesei und mit Vertretern von Vdk und Nachbarschaftshilfe auf dem Weg gemacht. Mit dem Kreisvorsitzenden des Vdk Anton Hassmann, der gleichzeitig auch Berater für Barrierefreiheit ist, und dem Vorsitzenden des Seniorenbeirats im Landkreis Dachau, Hermann Krusch, haben zwei weitere Fachleute ihr Wissen eingebracht und auf viele Schnittstellen hingewiesen, die für eine Zusammenarbeit wertvoll sind.

Im Gespräch wurde zudem ergänzend ein Abgleich über bestehende Förderprogramme durchgeführt, sodass künftig alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden können. „Man muss nicht erst warten, bis die Gemeinde alt wird. Jetzt muss man anfangen, da zehn Jahre keine Zeit sind“, gab Hassmann zu bedenken.

Neben den bereits beim ersten Mal erkannten Knackpunkten erwies sich der Bereich rund um die Kirche und den anschließenden Friedhof als optimierbar. Ein Kiesweg rundherum, eine Treppe hoch zum Kirchentor oder fehlende Haltegriffe für eine kurze Pause setzen momentan deutliche Grenzen.

Ein fehlender Gehweg an der Kirchenstraße und fehlende ausgewiesene Parkflächen, eine Überquerungshilfe an der Ecke Kirchen-/Augsburger Straße oder auch Notausgänge, die bei einer Renovierung zu berücksichtigen sind, wurden ins Protokoll aufgenommen.

Bestimmt warten noch viele weitere Stellen im Gemeindebereich, die entdeckt werden wollen, und viele Schritte müssen noch gegangen werden, um die momentan vorhandenen Barrieren eines Tages zu beseitigen. Aber nicht nur Bestehendes mag verbessert werden, auch für die Zukunft bei Neubauprojekten oder Renovierungen wird die Thematik im Blickfeld bleiben.

Eine Übersicht über die Barrierefreiheit (innerhalb der Gemeinde) für Neubürger wäre ein weiterer Ansatz, der angesprochen wurde. Angeregt wurde, dass man im Zuge von Renovierungen und Neuanlagen auch auf den Ansatz „Kontraste“ eingehen wird. Gerade bei der Wege-Aufbereitung ist dies ein Mittel, mit verschieden farblich und gemusterten Pflastersteinen Zeichen zu setzen, die sowohl für Sehbehinderte als auch für Gehbehinderte von Vorteil sind.

Bei der Begehung wurden noch weitere Vorschläge diskutiert, die für Senioren hilfreich sind. Die Gesprächsteilnehmer vereinbarten, dass man sich künftig zweimal im Jahr an einem runden Tisch trifft und die Fortschritte erörtert, sodass die Thematik mit Leben gefüllt wird. Als Zwischenbilanz wurde festgehalten: „Schwabhausen ist auf einen guten Weg. Die Vernetzung für diesen Sachverhalt wird ausgebaut.“

Roswitha Höltl

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