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Die Großen müssen weiter an die Leine

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Von: Torge Wester

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Hund an der Leine
Die großen Hunde müssen auch in Schwabhausen weiter an der Leine bleiben. © Symbolfoto: picture alliance / dpa Themendie / dpa Picture-Alliance / Monique Wüstenhagen

Schwabhausen – Es bleibt dabei: Große Hunde müssen innerhalb der geschlossenen Ortschaften der Gemeinde Schwabhausen an der Leine geführt werden. Der Gemeinderat hat nach 20 Jahren erneut einer, wenn auch etwas überarbeiteten Fassung, der so genannten „Verordnung der Gemeinde Schwabhausen über das Einschränken des freien Umherlaufens von großen Hunden und Kampfhunden“ zugestimmt.

So wurde in der neuen Fassung, die an eine Musterverordnung des Bayerischen Gemeindetags angelehnt ist, der Geltungsbereich erweitert. Waren es bisher die Orte Schwabhausen, Arnbach, Machtenstein, Oberroth, Puchschlagen, Rumeltshausen und Stetten, für die die Leinenpflicht galt, so kommen jetzt auch die Weiler Armetshofen, Rienshofen und Unterhandenzhofen dazu, in denen künftig Vierbeiner mit einer Schulterhöhe von mindestens 50 Zentimetern sowie Kampfhunde an einer Leine zu führen sind, die nicht länger als drei Meter (Musterverordnung: zwei Meter) sein darf.

Während für große Hunde wie Schäferhund, Boxer, Dobermann oder Dogge zu jeder Tages- und Nachtzeit die Anleinpflicht auf allen öffentlichen Flächen innerhalb der bebauten Ortsteile gilt, geht die Verordnung bei Kampfhunden sogar noch weiter: Sie müssen im gesamten Gemeindegebiet an der Leine bleiben.

Die neue Verordnung, die der Gemeinderat mit 17:1 Stimmen – nur Thomas Hack war dagegen – verabschiedete, gilt jetzt wieder 20 Jahre lang. Alfons Hauke von der Liste Oberroth empfand diese nicht nur als „sehr gut“, sondern schlug auch vor, sie möglichst bekannt zu machen, etwa indem man sie an den Hundekotbeutelspendern im Gemeindegebiet anbringe. Bürgermeister Wolfgang Hörl versprach, sich diesbezüglich Möglichkeiten zu überlegen. In jedem Fall werde die Verordnung auf der neuen Internetseite der Gemeinde, die gerade in Arbeit sei, einsehbar sein.

Einige Gemeinderäte dokumentierten mit ihren Beobachtungen bzw. Beschwerden von Jägern die Notwendigkeit der Leinenpflicht. Adriane Wunderlich von der Verwaltung erklärte auf eine entsprechende Nachfrage aus dem Gremium hin, dass im Wald ohnehin eine gesetzliche Leinenpflicht bestehe, um das Wild zu schützen. Im Übrigen könne man die Leinenpflicht für große Hunde nicht der ganzen Gemeinde „überstülpen“, das sei aufgrund der Gesetzeslage nicht möglich. Der Geltungsbereich der Verordnung sei auf die örtlichen Verhältnisse abzustimmen, wobei dem Bewegungsbedürfnis der Hunde ausreichend Rechnung zu tragen sei.

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